Obwohl schon etwas in die Tage gekommen, könnte der E22W-5 trotzdem immer noch für etliche Kunden ein sehr attraktiver Monitor sein. Denn der von Fujitsu produzierte Bildschirm besitzt tatsächlich noch das vormals gebräuchliche und mittlerweile nahezu ausgestorbene Seitenformat 16:10, das speziell bei Office-Anwendungen gewisse Vorteile mit sich bringt.
Nahezu alle aktuellen Monitore für den Consumer-Bereich, aber auch das Gros der als „Business“-Modelle verkauften Geräte bietet mittlerweile das Seitenformat 16:9. Für gewöhnlich wird es mit dem Argument promotet, dass sich mit ihm Videos besser darstellen lassen – die schwarzen Balken an den Rändern werden nämlich verschwindend klein. Für den Office-Einsatz jedoch bevorzugen nicht wenige User nach wie vor lieber das 16:10-Format, da der Zugewinn an Höhe auch gleichzeitig mehr Arbeitsfläche bedeutet.
Das Format geht außerdem im Falle des Fujitsu mit einer kleineren Auflösung von 1.680 x 1.050 Bildpunkten einher, während fast jeder aktueller 22-Zöller Full-HD, also 1.920 x 1.080 Pixel, bietet – mit, und so empfinden es ebenfalls etliche User, Nachteilen für die Augen. Denn als unmittelbare Folge der höheren Auflösung werden Schriften und Symbole auf dem Bildschirm recht klein wiedergegeben, was auf Dauer unangenehm werden kann.
Aus diesen beiden Gründen sind 16:10-Bildschirme trotz ihrer „Unzeitgemäßheit“ immer noch aktuell. Und da die meisten Hersteller weitgehend darauf verzichten, neue Geräte zu entwickeln, bleibt oft nichts anderes übrig, als zu einem bereits älteren Modell zu greifen – das übrigens nicht unbedingt schlechter sein muss. So muss man beim Fujitsu zwar auf LEDs als Hintergrundbeleuchtung verzichten, die technischen Standards in puncto Helligkeit, Kontrast und Reaktionszeit der aktuellen Monitore hält er trotzdem locker ein.
Ein letztes Bonbon hält der Fujitsu mit seinem Gehäuse bereit, das nämlich nicht mit Klavierlack glänzend aufgehübscht wurde, sondern angenehm schlicht matt ist – auch an diesem Punkt scheiden sich bekanntlich die Geister. Unterm Strich sind daher die rund 160 Euro, die derzeit für den Monitor auf Amazon fällig werden, zwar mehr als die Schnäppchen in diesem Segment kosten, aber trotzdem gerechtfertigt – für Freunde klassischer 22-Zöller sowieso.
14.07.2011






















