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Mi 5
Unser Fazit
16.08.2012
Xiaomi Phone
Ein Top-Smartphone für unter 165 Euro
Vor wenigen Jahren noch galten chinesische Hersteller als Erzeuger von Billigkram, der bestenfalls als Noname-Ware über Netzbetreiber verkauft werden konnte. Doch die Zeiten haben sich geändert. Rapide. Immer mehr chinesische Unternehmen wie Huawei, ZTE und Xiaomi drängen mit überraschend leistungsstarker Hardware auf den Markt. Ihr großer Vorteil: Der Anschaffungspreis liegt teils deutlich unter demjenigen der Konkurrenzgeräte. So auch beim ersten Xiaomi Phone, das einst für 215 Euro angekündigt wurde.
Als wir das erste Mal einen Blick auf das Gerät warfen, war die Skepsis noch groß, dass ein Hersteller tatsächlich dieses Preisniveau würde einhalten können. Doch wir wurden eines Besseren belehrt: Tatsächlich ist das Xiaomi Phone zu exakt diesen Konditionen in China in den Verkauf gegangen. Und jetzt, wo der Nachfolger Xiaomi Phone 2 auf den Markt gekommen ist, dreht der Hersteller noch einmal kräftig an der Preisschraube. Ein Werbebanner auf der Website verrät einen Kostenpunkt von nur noch 1.299 Yuan. Das entspricht gerade einmal noch rund 165 Euro.
Immerhin ein Dual-Core mit 1,5 GHz und 1 GB RAM
Sicherlich ist auch die Hardware mittlerweile etwas gealtert, schließlich gibt es das Telefon bereits seit Mitte 2011. Doch noch heute dürfen ein Qualcomm 8260 Snapdragon mit satten 1,5 GHz auf zwei Prozessorkernen, die Adreno-220-GPU und der 1 Gigabyte an Arbeitsspeicher als sehr ordentliche Ausstattung gelten. Sonys Top-Handys arbeiten noch immer mit diesen Eckdaten und gelten als überaus erfolgreich. Und da zahlt der Käufer schlappe 350 bis 450 Euro, als mehr als das Doppelte. Xiaomi hat also einen ruinösen Preiskampf eingeleitet.
Hardware für die meisten Anwendungen mehr als ausreichend
Auch die restlichen Eckdaten dürften für die allermeisten Nutzer noch mehr als ausreichen. So gibt es einen 4 Zoll großen LCD-Touchscreen mit 480 x 854 Pixeln Auflösung, einen A-GPS-Empfänger sowie einen GLONASS-Empfänger, eine 8-Megapixel-Kamera und WLAN nach 802.11 b/g/n. Bedient wird das Handy über eine spezielle Androide-Oberfläche namens MIUI („me you I“). Selbst wenn das Gerät nicht mehr seinen Weg zu uns findet, dürfte es für einen solchen Druck auf die Konkurrenz sorgen, dass diese mittelfristig ihre Preisgestaltung anpassen müssen wird. Und vielleicht hat ja der eine oder andere das Glück, an einen Grauimport zu gelangen. Bei diesem Unterschied dürften selbst Import- und Zollgebühren unerheblich wirken.
von Janko
18.08.2011
Xiaomi Phone
215 Euro für „Android-Killer-Phone“
Der Hardware-Hersteller Foxconn ist hiesigen Smartphone-Nutzern sicher ein Begriff, handelt es sich dabei doch um jenes Unternehmen, welches das iPhone für Apple fertigt. Neu ist jedoch, dass sich der chinesische Hersteller nicht mehr nur mit der Zuliefererrolle begnügen möchte. Stattdessen hat Foxconn mit dem Xiaomi Phone ein geradezu brachial ausgestattetes Smartphones angekündigt, das zum sensationell niedrigen Preis von 310 US-Dollar (derzeit rund 215 Euro) in den Verkauf gehen soll.
Das Pikante daran: Foxconn nutzt keinesfalls ebenfalls iOS, sondern verwendet dessen größten Konkurrenten Android – genauer gesagt, das populäre MIUI ROM („me you I“), eine enorm tief greifende Oberflächenmodifikation, die auch für andere Android-Modelle bereits im Internet kursiert und sich durch eine vereinfachte und buntere Bedienung auszeichnet. Die Ausstattung wiederum stellt selbst Highend-Androiden in den Schatten: So wird das Mobiltelefon von einem Qualcomm 8260 Snapdragon mit satten 1,5 GHz auf zwei Prozessorkernen angetrieben.
Unterstützt wird der Chipsatz durch 1 Gigabyte RAM-Speicher und einen separaten Adreno-220-Grafikchip, der für die nötige Rechenpower bei aufwendigen 3D-Berechnungen sorgen soll. Und die dürften sich auf dem 4 Zoll großen LCD-Bildschirm gut machen, der von Sharp hergestellt wird und eine Auflösung von 480 x 854 Pixeln bietet. Zu den weiteren Merkmalen gehören eine 8-Megapixel-Kamera, ein A-GPS-Empfänger sowie ein Glonass-Empfänger (das russische Konkurrenzsystem), WLAN nach 802.11 b/g/n und eine Dual-GSM/3G-Antenne zur Vermeidung des gefürchteten „Todesgriffs“, unter dem beispielsweise das iPhone 4 leidet.
Das Foxconn Xiaomi Phone ist unglaublich gut ausgestattet und sensationell preiswert. Andere Hersteller würden für das Gerät nicht weniger als 450 bis 600 Euro verlangen. Ob es bei dem angekündigten Preisrahmen bleibt, muss sich freilich noch herausstellen. In jedem Fall soll das Smartphone ab Oktober 2011 erhältlich sein – und zwar nicht nur in China. Hoffen wir, dass Europa mit zum Einzugskreis gehört, denn dieses Handy dürfte ein echter Leckerbissen werden.