Einschätzung unserer Autoren
Euronova 1180 rapid
Leise Klein-Waschmaschine für teuer Geld
Allerdings bringt das an anderer Stelle Nachteile mit sich. So fällt beispielsweise die Schleuderzahl mit 1.100 Umdrehungen je Minute ausgesprochen schwach aus. Wirklich trocken geschleuderte Wäsche darf man dabei – zumindest bei gefüllter Waschtrommel – nicht erwarten. Entsprechend ordnet sich das Gerät auch nur in die Schleuderwirkungsklasse D ein. Ein weiterer Nachteil der kompakten Bauweise ist das geringe Fassungsvolumen der Maschine von lediglich 3 Kilogramm Wäsche. Damit bietet sie genügend zwar Kapazität für einen normalen Single-Haushalt, aber schon bei zwei Nutzern steigt die Zahl der Waschgänge unerfreulich an. Schließlich entsprechen 3 Kilogramm nur der Hälfte der Kapazität herkömmlicher Toplader, Standard-Frontlader schaffen sogar 8 bis 10 Kilogramm.
Immerhin: Anders als viele Klein-Waschmaschinen ist die 1180 rapid kein Stromfresser. Sie verbraucht je Waschgang 0,48 kWh, was die Vorgaben für die Energieeffizienzklasse A erfüllt. Weniger geschont wird der Geldbeutel beim Wasserverbrauch: Der spielt mit 36 Litern – also 12 Litern je Kilogramm Wäsche – in einer ganz eigenen Liga. Damit liegt der Verbrauch beim Doppelten moderner Großmaschinen, gleichwohl lässt sich das bei einem solch kleinen Gerät leider immer nur schwer umgehen, denn ein gewisses Mindestmaß an Wasser ist unabhängig von der Wäschefüllung einfach vonnöten.
Was allerdings unverständlich ist, ist der enorm hohe Preis der Euronova 1180 rapid. Die Maschine kostet nicht weniger als knapp 700 Euro. So viel kosten moderne Öko-Maschinen renommierter Hersteller mit deutlich geringeren Unterhaltskosten und besserer Komfortausstattung. Hier greift wohl nur zu, wer aufgrund von Platzmangel keine andere Wahl hat – oder ein Schnäppchen bei einem Internethändler machen kann.