Das israelische Unternehmen ELSE Mobile wollte ursprünglich im dritten Quartal 2010 sein neues Smartphone First ELSE auf den europäischen Markt werfen. Doch wie nun das Online-Magazin Golem berichtet, wurden alle Arbeiten an dem einhändig bedienbaren Mobiltelefon mit sofortiger Wirkung eingestellt. Der Grund für diese Entscheidung sei das Fehlen eines Vermarktungspartners, der das 500 Euro teure Handy in sein Programm hätte aufnehmen wollen. Lediglich die Benutzeroberfläche soll nun fortbestehen.
Laut Golem wolle das Unternehmen die auch als sPlay bezeichnete Oberfläche als „ELSE Intuition“ an andere Handy-Hersteller lizensieren. Es sei allerdings fraglich, ob diesem Versuch mehr Erfolg beschieden sei als der Vermarktung des ganzen Handys, denn bislang könnten die Israelis noch keine interessierten Lizenznehmer vorweisen. Schade eigentlich: Die Oberfläche gilt als ausgesprochen innovativ, da sie durchweg nur mit einem Daumen bedient werden kann. Alle wesentlichen Funktionen verbergen sich hier hinter einem fächerförmig angeordneten Menü.
Für ELSA Mobile dürfte dies der letzte Versuch sein, im Mobilfunkmarkt noch Fuß zu fassen. Denn eigentlich hatte sich das Unternehmen extra von Emblaze Mobile in ELSE Mobile umbenannt und sein Schicksal damit auch optisch an dasjenige seines Vorzeige-Handys gekoppelt. Ein erster Versuch mit dem Emblaze Mobile Edelweiss war leider zuvor ähnlich sang und klanglos untergegangen wie nun das First ELSE.
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- Erschienen: 17.02.2010
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