Einschätzung unserer Autoren
Eizo S2243WH-BK
Auflösungs-Exot im 22-Zoll-Segment
Die Auflösung des FlexScan S2243W bringt eine Pixeldichte (Bildpunkte pro Zoll) von hohen 103 dpi mit sich – bei 1.920 x 1.080 (16:9) sind es „nur“ 96 dpi, bei 1680 x 1050 (16:10) sogar nur 90 dpi (jeweils bei einer Bildschirmdiagonalen von 22 Zoll). Dies bedeutet, dass auf dem FlexScan S2243W bis zu rund 30 Prozent mehr Informationen angezeigt werden. Der Monitor ist daher ideal für zum Beispiel detailorientierte Bildbearbeitungen. Außerdem werden A4-Seiten komplett dargestellt. Der Nachteil der hohen Auflösung äußert sich bei den Schriften und Symbole, die entsprechend der hohen Pixeldichte ziemlich klein ausfallen – nicht jeder User empfindet dies als angenehm für die Augen.
Ein weiterer Vorzug des FlexScan S2243W, der ebenfalls vor allem bei der Bildbearbeitung relevant ist, ist das hochwertige S-PVA-Panel. Es garantiert einen hohen Blickwinkel von 178 Grad und ist damit den TN-Panels, die im Gros der Consumer-Monitore stecken, überlegen. Gleichzeitig ist das Panel schnell genug, um den Monitor auch im Multimedia-Betrieb (Videos, Spiele) nicht lahmen zu lassen. Über einen Sensor reguliert der Flexscan S2243W schließlich noch die Helligkeit nach Maßgabe des Umgebungslichts und hilft damit Strom sparen.
Das hochwertige Panel des FlexScan S2243W, weitere technische Leckerbissen wie der erweiterte Farbraum (Wide Gamut, 95 Prozent Adobe-RGB), ein sehr hoher nativer Kontrast von 1.200:1 sowie ergonomische Funktionen (Dreh- und Neigbarkeit, höhenverstellbar um 82 Millimeter) gibt es natürlich nicht umsonst. Rund 530 Euro (Amazon) müssen investiert werden, bevor das gute Stück auf dem Schreibtisch steht. Die Investition lohnt sich jedoch auf jeden Fall für (semiprofessionelle) Fotografen und Designer, die auf einen farbstabilen, detailgetreuen Monitor angewiesen sind, aber nicht unbedingt bereit dazu sind, eine mitunter vierstellige Summe für ein Highend-Profidisplay auszugeben.

