Der Marktneuling E-Fun ist Anfang 2011 mit zwei Android-Tablets ins Geschäft eingestiegen, welche die gängigen Bildschirmdiagonalen von 7 Zoll (Next6) und 10 Zoll (Next4) abdecken. Kaum drei Monate später folgt nun das nächste Gerät: das Nextbook Next3 mit 8,4 Zoll Bildschirmdiagonale. Anders als die beiden vorgenannten Modelle soll das Next3 aber anscheinend weniger als Lifestyle-Tablet dienen, sondern als klassischer E-Book-Reader. Zumindest lässt sich dies der dezidierten Werbung für den vorinstallierten „Borders EbookStore“ entnehmen, zudem sollen bereits bei Auslieferung 25 Bücher auf dem Gerät vorliegen. Auch verweist die Bildschirmauflösung von 4:3 eher auf die E-Book-Nutzung als auf die Verwendung als Multimedia-Tablet.
Nichtsdestotrotz wird auch das Nextbook Next3 wieder als vollwertiges Android-Tablet beworben. In dieser Hinsicht sollte der Nutzer allerdings wenig bis gar nichts erwarten, denn die Hardware fällt noch schwächer aus als beim Next6, das in ersten Tests gravierende Performance-Probleme offenbarte. Selbst mit einem Single-Core-A8 mit 1 GHz Taktrate und Android 2.2 waren Ruckler und Instabilitäten die Regel. Das Next3 weist aber eine sogar noch sparsamere Ausstattung vor: Als Prozessor kommt ein ARM926EJ Dual-Core mit nur 600 MHz Taktrate zum Einsatz, der Arbeitsspeicher beträgt magere 256 Megabyte. Als Betriebssystem wird Android 2.1 verwendet, das zum einen veraltet und zum anderen nicht für die Tabletnutzung gedacht ist.
Von daher ist das Next3 vielleicht ein nettes Gerät, um seine E-Books zu lesen und ab und an per WLAN ein paar E-Mails zu bearbeiten, ein echtes Internet- oder gar Multimedia-Tablet sieht jedoch anders aus. Für einen E-Book-Reader dürften auch die mageren 2 Gigabyte interner Speicher, die per microSD-Karte um lediglich 8 Gigabyte erweitert werden können, noch angemessen wirken. Weniger angemessen wirkt der Preis von umgerechnet mehr als 200 Euro (sollte der Verkaufspreis in Europa wie so oft 1:1 umgerechnet werden, sogar 300 Euro!): Dafür gibt es bereits deutlich besser ausgestattete Android-Tablets – und selbst die gelten in der Regel noch als wenig tauglich für echtes Multimedia-Vergnügen...
28.04.2011























