Einschätzung unserer Autoren
Dyon Victory
SD-Sender via DVB-T & DVB-S
Natürlich beherrscht der 22-Zöller den für SD-Sender unerlässlichen MPEG-2 Standard, wobei der DVB-S-Tuner mit 4000 Speicherplätzen aufwartet und dank DiSEqC-Profil 1.2 auch an motorgetriebenen Drehanlagen eingesetzt werden kann. Eine CI- oder CI-Plus-Schnittstelle für Pay-TV-Sender wird im Datenblatt nicht erwähnt. Man darf sich ferner auf einen automatischen und einen manuellen Sendersuchlauf, auf diverse Favoritenlisten und auf einen elektronischen Programmführer freuen. Externe Zuspieler werden über einen HDMI-Eingang, per Komponente, Composite-Video, Scart oder VGA mit dem Fernseher verbunden, außerdem hat Dyon einen koaxialen Digitalausgang für das Zusammenspiel mit einer Surround-Anlage verbaut. Intern greift das Modell auf zwei Lautsprecher zurück, die mit jeweils drei Watt belastet werden. Eine USB-Buchse rundet die Anschlussleiste ab. Via USB kann man das TV-Programm auf ein separat erhältliches Speichermedium aufnehmen (inklusive Timshift), das mit FAT beziehungsweise FAT32 formatiert wurde. Umgekehrt lassen sich komprimierte Videos vom USB-Speicher abspielen. Der LCD-Bildschirm im multimediafreundlichen 16:9 Format löst mit 1366 x 768 Pixeln auf, bringt es auf ein Kontrastverhältnis von 800:1 und auf eine Reaktionszeit von fünf Millisekunden. Dyon bescheinigt dem 8,5 Zentimeter tiefen Gerät, das im Standardbetrieb maximal 50 Watt Leistung aufnehmen soll, einen Blickwinkel von 170 Grad horizontal beziehungsweise 160 Grad vertikal.
Preisbewusste Kunden, die ein einfaches Zweitgerät für Küche, Schlafzimmer oder Camping suchen, bekommen den Dyon Victory bei amazon für knapp 200 Euro. Das Gros der Kundschaft scheint zufrieden, bei den Fachmagazinen stand das Modell noch nicht auf dem Prüfstand. Sehr anschlussfreudig ist das Gerät mit einer einzelnen HDMI-Buchse leider nicht, hier lohnt die Investition in einen HDMI-Switch.