Vielschreiber und Datenredakteure ohne großen Anspruch an die Performance des Computers schreiben meist nicht sehr gerne auf einer Notebook-Tastatur, insbesondere wenn die Dimensioenen auf 12 Zoll geschrumpft wurden. Eine zusätzliche Tastatur bringt hier schnell Abhilfe und gibt den Fingern die gewünschte Freiheit, um ein fehlerfreies Schreibtempo aufrechtzuerhalten. Der US-Hersteller Diablotek integrierte jetzt einen kompletten PC in die Tastatur, um den Vielschreibern den gewünschten Komfort zu bieten.
Die Idee ist nicht neu und die älteren PC-User beschleichen beim Anblick des U310 nostalgische Gefühle, die an Zeiten mit einem Commodore 64 und VIC-20 erinnern. Der Erfolgskurs des Intel Atom Prozessors in Netbooks und Nettops könnte hier mit einen Keyboard-PC fortgesetzt werden. Der Hersteller bietet zwei Varianten des 310er an: Einmal in Komplettausstattung für 300 US-Dollar oder als Barbone, dem noch Arbeitsspeicher und Festplatte hinzugefügt werden muss für 200 US-Dollar. Als vorinstalliertes Betriebssystem bekommt man ein aktuelles Ubuntu-Linux mit dem Keyboard geliefert. Wer hingegen Windows 7 installieren möchte, kann dies problemlos machen, da das System auch mit Microsoft reibungslos zusammenarbeitet. Die schwarze Tastatur selbst ist vollwertig mit Ziffernblock ausgestattet und bietet die Optik von gebürstetem Aluminium, besteht aber aus Kunststoff. Flache Tasten sollen den Schreibkomfort erhöhen.
Die gesamte Hardware steckt dann in dem schwarzen Keil, der nicht höher wird als 30 Millimeter – also kaum mehr als bei einer Tastatur in Schrägstellung. In der Vollausstattung bekommt man einen Intel Atom D525 mit zwei Kernen als Recheneinheit geboten, die mit 1.800 MHz getaktet wird. Für die Bildausgabe ist ein Intel GMA 3150 Grafikchip zuständig, der bis DirectX 9.0c mithalten kann. Das reicht für Spiele nicht aus, was aber mit dem Keyboard sicherlich nicht beabsichtigt wird. Videos in Full HD hingegen werden ruckelfrei dargestellt und können via HDMI oder DVI an das Ausgabegerät geleitet werden. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 GByte und die Kapazität der Festplatte mit 500 GByte ist lobenswert. Weitere Anschlussmöglichkeiten werden mit vier USB 2.0-Ports, LAN-Buchse, VGA-, Line-Out- und COM-Port angeboten.
Besonders angenehm fällt der Keyboard-PC mit seinem leisen Betrieb und dem geringen Stromverbrauch unter voller Last auf – da schluckt der Computer läppische 17 Watt pro Stunde. Ob und wann sich ein Händler in Deutschland für die Pfiffige Lösung finden lässt ist noch offen.
23.04.2012
























