An seiner dünnsten Stelle misst das Gehäuse des S2230MX gerade einmal 9,9 Millimeter, weswegen der von Dell vertriebene Monitor ein sehr unauffälliges Erscheinungsbild auf dem Schreibtisch abgibt. Dasselbe trifft aber auch auf die technischen Spezifikationen des 22-Zöllers zu: Das Display bietet Hausmannskost, der Monitor kann daher im besten Sinne als grundsolider Allrounder eingeschätzt werden.
Mit gleich zwei neuen Modellen, einem 23-Zöller (Dell S2330MX) und einem 22-Zöller, zielt Dell auf eine Zielgruppe ab, denen das Design eines Monitors mindestens genauso wichtig ist wie technische Allroundereigenschaften und natürlich die Anschaffungskosten. Und da die Stil-Qualitäten eines Bildschirms derzeit in erster Linie von der Gehäusetiefe abhängig gemacht werden, lag es nahe, den Neuzugang ultraflach werden zu lassen.
Möglich geworden ist dies wiederum durch die verbaute Hintergrundbeleuchtung. Seitdem dafür LEDs und nicht mehr Kaltkathodenröhren verwendet werden, haben die Bildschirme nämlich nach und nach immer mehr abgespeckt. Der derzeitige Rekord für einen TFT liegt bei unter 8 Millimetern. Der Dell bleibt mit seinen 9,9 Millimeter zwar etwas darüber, mit bloßem Augen ist die Differenz allerdings wohl kaum zu erkennen. Leider wird aus dem Produktbild das Kabelmanagement des Bildschirms nicht eindeutig erkennbar. Klar ist auf jeden Fall, dass das Netzteil ausgelagert sein muss, eher unwahrscheinlich hingegen, dass es – eine elegante Lösung einiger anderer Bildschirme – in den Standfuß abgewandert ist.
Die technischen Spezifikationen wiederum weisen den Dell im besten Sinne als Allrounder aus, das heißt, der Monitor lässt sich sowohl als reines Arbeitsgerät als auch für die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten nutzen. Zur Verwendung kommt ein im Consumer-Bereich typisches TN-Panel, das vor allem eine flotte Reaktionsgeschwindigkeit haben soll und daher wahrscheinlich auch für Gamer interessant sein könnte. Die Auflösung wiederum liegt bei 1.920 x 1.080 Pixeln, das Seitenformat demnach bei 16:9 – kaum noch ein Bildschirm aus der 22-Zoll-Klasse bietet etwas anderes. An Anschlüssen sind nur VGA und DVI vorhanden, dem Bildschirm liegt dementsprechend ein DVI-zu-HDMI-Adapter bei, damit auch Spielekonsolen, Blu-ray-Player oder Set Top Boxen angeschlossen werden können, ohne dass vorher ein extra adapter gekauft werden müsste.
Momentan ist der Bildschirm nur auf der US-amerikanischen Seite von Dell gelistet, ausgepreist ist er mit 219 Dollar. Dies bedeutet aber, dass Dell es sich kaum erlauben darf, den Betrag in Dollar 1:1 in Euro umzurechnen. Denn in diesem Fall würde der Bildschirm den Durchschnittspreis für einen 22-Zöller, von denen kaum mehr ein Modell über der 150-Euro-Grenze liegt, deutlich übertreffen – für den zwar grundsoliden, aber doch auch recht gewöhnlichen Bildschirm wäre dies verkauftstechnisch mit Sicherheit fatal, trotz seiner Designqualitäten.
16.09.2011























