Dell erweitert das relativ spärlich besetzte Segment der 20-Zoll-Monitore um einen LED-Bildschirm, der primär für den Einsatz bei Multimedia-Anwendungen gedacht sein soll. Der IN2020M bietet dafür ein 16:9-Format sowie je einen analogen und digitalen Eingang. Der einfach ausgestattete Bildschirm wird demnächst wahrscheinlich für rund 150 Euro auch hierzulande in den Verkauf gehen.
Das besondere Kennzeichen des Bildschirms ist der Austausch der lange Zeit bestimmenden Kaltkathodenröhren als Hintergrundbeleuchtung durch LEDs. Vorteil: LEDs sind sparsamer im Verbrauch – der 20-Zöller IN2020M soll lediglich rund 22-25 Watt verbrauchen –, eine relativ umweltfreundliche Produktion (Verzicht auf Quecksilber zum Beispiel) sowie bessere Schwarzwerte. Insbesondere bei bewegten Bildern sollen in dunklen Szenen mehr Details zu erkennen sein, außerdem überzeugen LEDs durch sattere Farben.
Dell selbst wiederum positioniert den IN2020M auf dem Markt als Multimedia-Monitor, wobei er jedoch mit 1.600 x 900 Bildpunkten keine Full-HD-Auflösung bietet – diese ist erst ab Monitoren mit einer Bilddiagonalen von 22 Zoll zu finden. Immerhin verfügt der IN2020M über eine digitale DVI-Schnittstelle, die eine verlustfreie Signalübertragung ermöglicht. Die einfache Ausstattung macht sich auch im Verzicht auf Einstellungsoptionen bemerkbar. Der IN2020M kann nur leicht gekippt werden.
Vorerst ist der IN2020M nur auf der US-amerikanischen Seite des Herstellers gelistet, es ist jedoch abzusehen, dass er bald auch hierzulande angeboten wird. Der Euro-Preis wird sich in etwa am Dollarpreis ausrichten, also bei rund 150 liegen – also in etwa auf Augenhöhe mit den preiswertesten 22-Zöllern (ohne LED). Eine Entscheidung für den Kauf eines 20-Zöllers will demnach angesichts der relativ großen Auswahl an preiswerten 22-Zöllern unter 150 Euro wohl überlegt sein.
22.10.2010

























