Der E2213 bietet für einen 22-Zoll-Monitor gleich in zweierlei Hinsicht eine tendenziell exotisch anmutende Bildgröße. Zum einen nämlich besitzt das Display des dieser Tage von Dell neu ins Sortiment aufgenommenen PC-Bildschirms eine Auflösung von 1.680 mal 1.050 Bildpunkten – die meisten seiner Kollegen in diesem Segment sind mit einer Full-HD-Auflösung ausgestattet. Zum anderen ergibt sich daraus ein Seitenverhältnis von 16:10. Die Bildschirmgröße legt daher den Einsatz des Bildschirms zum Arbeiten nahe.
Schon seit ein, zwei Jahren dominiert auch im Marktsegment der 22-Zoll-Monitore die Full-HD-Auflösung von meist 1.920 x 1.080 Pixeln, woraus sich ein Seitenverhältnis von 16:9 errechnet. Ursprünglich als Breitbild-Monitore für Multimediaanwendungen, worunter vorrangig natürlich Videos gemeint waren, gedacht und beworben, sind diese Werte mittlerweile fast zum Standard avanciert. Kaum ein Hersteller setzt noch auf die vormals gängige Auflösung von 1.680 mal 1.050 Bildpunkten und das Format 16:10 – sehr zum Leidwesen nicht weniger Kunden. Denn die Full-HD-Auflösung hat den Effekt, dass Symbole und Schriften auf dem Display sehr klein erscheinen, das gewichtigere Argument ist aber nach wie vor die Bescheidung um Bildfläche in der Höhe bei einem 16:9-Modell. Letzteres schränkt nämlich in der Praxis den Komfort beim Arbeiten doch spürbar ein, vor allem bei Office-Anwendungen wird die in der Höhe kupierte Arbeitsfläche vermisst. Der 22-Zöller von Dell macht beide Entwicklungsschritte wieder rückgängig und kehrt zum älteren Standard zurück. Der Monitor ist aus dieser Warte betrachtet daher weniger als Allrounder gedacht, sondern soll gezielt Kunden ansprechen, die einen Bildschirm zum Arbeiten benötigen. Die weitere technische Ausstattung des Bildschirms spielt vor diesem Hintergrund keine so große Rolle mehr, denn der Dell muss zum Beispiel für Office-Arbeiten nicht besonders flott schalten. Konsequenterweise ist in das Gerät ein TN-Panel eingebaut, also die nach wie vor am weitesten verbreitete Flüssigkristalltechnologie, die technisch als ausgereift gelten darf. An Abschlüssen sind VGA und DVI vorhanden, auf HDMI konnte Dell verzichten, da das Display nicht unbedingt ein ausgewiesener Multimediaexperte, etwa für Blu-ray-Player oder Spielekonsolen, sein muss.
Über weitere Zusatzfunktionen, etwa einen in der Höhe verstellbaren Standfuß, verfügt der neue Dell-Monitor nicht. Dies ist unter ergonomischen Gesichtspunkten zwar bedauerlich, dafür wird der Bildschirm das Budget nicht so stark belasten. Konkrete Angaben dazu liegen allerdings zur Zeit nicht vor, auf Grund der eher außergewöhnlichen Bildschirmgröße wird der Monitor vermutlich leicht über dem Durchschnitt bei etwa 150 bis 170 EUR liegen – viel mehr sollten es allerdings auch nicht sein, damit die potenzielle Kundschaft ihr Interesse nicht verliert.
14.06.2012




























