Das CECT i9 3G ist nicht nur dem Namen nach eine mehr als dreiste Kopie des bekannten Apple iPhone 3G. Wie schon das Vorgängermodell CECT P168C ist auch das neue Touchscreen-Handy äußerlich bis ins Detail dem berühmten Vorbild nachempfunden, und auch der Startbildschirm sieht demjenigen des iPhone zum Verwechseln ähnlich. Doch anstelle der hochwertigen Hardware und eines fähigen iPhone OS 3.0 findet man in dem chinesischen Klon eine billigste Minimalausstattung und ein proprietäres Betriebssystem.
So ist in dem Gerät nur eine 2-Megapixel-Kamera verbaut, die Datenübertragung beschränkt sich auf lahmes GPRS – nicht einmal den Datenbeschleuniger EDGE hat man verbaut. Auch auf GPS oder WLAN muss der Nutzer verzichten. Dafür preist der Hersteller den Touchscreen mit Handschrifterkennung und das „Shake Control System“ an, mit dem wie bei Walkman-Handys von Sony Ericsson der MP3-Player gesteuert werden kann. Die Gesprächszeit wird großzügig irgendwo zwischen drei und sechs Stunden angesiedelt, im Stand-by-Betrieb schafft das Handy gerade einmal knapp sechs Tage. Einziger klarer Vorteil gegenüber dem berühmten Original: Das CECT i9 3G besitzt zwei SIM-Karten-Steckplätze und ermöglicht so die parallele Nutzung von zwei Mobilfunk-Providern.
Da das CECT i9 3G zudem sehr günstig ist – der Preis liegt irgendwo bei knapp 130 Euro – kann das Touchscreen-Handy trotz der billigen Technik im Inneren für einen begrenzten Personenkreis von Interesse sein. Denn auch günstige und weitaus besser ausgestattete Handys wie das LG KP500 oder das Samsung S5230 besitzen keine Dual-SIM-Fähigkeit. Wo allerdings der Unterschied zum CECT P168C liegt, ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Bis auf die Shake-Funktion sind alle technischen Eckdaten so auch beim Vorgängermodell zu finden. Aber vielleicht ist ja jetzt das Sprachproblem für deutsche Nutzer gelöst worden...
22.06.2009








