Einschätzung unserer Autoren
Canon EOS 60 D
Update behebt Belichtungsprobleme bei vier Objektiven
Bereits drei Monaten nach der Markteinführung der 18-Megapixel-Spiegelreflexkamera EOS 60D hat sich herausgestellt, dass Canons neues Spitzenmodell in Kombination mit mindestens vier Objektiven beim Einsatz eines Blitzes überbelichtete Bilder produziert. Deswegen hat der Hersteller Mitte Dezember 2010 die Firmware in der Version 1.0.8 zum Download freigegeben, mit der sich das Problem umgehen lässt.Bis jetzt sind Belichtungsprobleme mit den Zoomobjektiven EF 28-135mm 1:3.5-5.6 IS USM; EF 75-300 mm 1:4-5.6 IS USM und EF 100-400mm 1:4.5-5.6L IS USM sowie der Festbrennweite EF 300mm 1:4L IS USM bekannt geworden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der eingebaute Blitz der Kamera oder eines der hauseigenen externen Blitzgeräte der Speedlite-Serie als Zusatzlichtquelle eingesetzt wird. Ob auch andere Linsen des Herstellers betroffen sind, ist noch nicht klar. Das Update 1.0.8. soll nun laut Canon den Fehler für alle Objektive korrigieren.
Vor der Installation sollte der Benutzer überprüfen, ob der Kameras Akku aufgeladen ist. Darüber hinaus braucht er eine leere SD-Speicherkarte. Die Freeware ist in Versionen für Windows und Macintosh erhältlich. Auf der Support-Seite des Herstellers ist außerdem ausführlich beschrieben, wie die Installation durchgeführt werden muss.
Canon EOS 60D Kit (mit EF 50mm 1:1.4 USM)
Rundum empfehlenswerte Kamera
Canons bewährte Festbrennweite EF 50mm 1:1.4 USM stellt eine sehr gute Ergänzung zum Gehäuse der EOS 60D dar und ist besonders für Benutzer empfehlenswert, die gerne mit manuellen Einstellungen experimentieren und viel Wert auf eine lichtstarke Optik legen. Tester der Fachzeitschrift „Chip Foto Video“ hat die semi-professionelle Kamera im Dezember 2010 mit einer sehr guten Ausstattung überzeugt, da sie perfekte Voraussetzungen für Low-Light-Aufnahmen sowie – mit Einschränkung – gelungene Porträts schafft.
Obwohl die Kit-Linse mit rund 350 Euro (Amazon) nicht gerade günstig ist, stellt sie eine lohnende Investition für Fotografen dar, die oft unter ungünstigen Lichtverhältnissen arbeiten und ein solides Standard-Objektiv ins Programm nehmen wollen. Das Highlight der Optik ist sicherlich eine extrem hohe Lichtstärke von F1,4, die in Verbindung mit dem bis zu ISO 12.800 lichtempfindlichen CMOS-Sensor der Kamera für klare Bilder in der Dämmerung beziehungsweise im Indoor-Bereich sorgt. An der EOS 60D ergibt das Objektiv eine Brennweite von 80 Millimetern, da der Verlängerungsfaktor der Brennweite beim APS-C-Modell bei 1,6 liegt. Damit qualifiziert sich die Linse als sehr gutes Werkzeug für Makro- und Porträtaufnahmen, wobei Quer-, Oberkörper- und Ganzkörperaufnahmen mit dem Objektiv gleichermaßen gut gelingen.Weniger gut eignet sich die Optik allerdings für reine Gesichtsporträts. Die leichten Verzeichnungen lassen sich indes umgehen, wenn der Fotograf den Abstand zwischen der Kamera und dem Model vergrößert. Wichtig ist außerdem, dass die Vorderlinse bei der Fokussierung nicht rotiert, was den Einsatz eines Polfilters und einer Streulichtblende erlaubt.
Die 18-Megapixel-DSLR in Kombination mit dem lichtstarken 50-Millimeter-Kit-Objektiv empfiehlt sich daher gleichermaßen gut sowohl für den Outdoor-Bereich als auch für den Einsatz im Fotostudio. Aber auch im Testlabor hat das Kit solide Testergebnisse erzielt und bekommt daher einen klaren Kauftipp.
Canon EOS 60D Kit (mit EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS)
Eine überzeugende Kombination
Nach endlosen Spekulationen hat Canon Ende August 2010 die lang erwartete EOS 60D offiziell vorgestellt. Die Kamera verfügt über ein dreh- und schwenkbares Display mit einer extrem hohen Auflösung von circa 1.040.000 Bildpunkten und arbeitet mit einem 18 Megapixel-APS-C-Sensor. Das Aufnahmesystem der EOS 60D stellt eine interessante Kombination aus der Technik der EOS 50D und der EOS 7D dar. Nun liegen auch erste Labortests vor, die beweisen, dass die Neue sich hinter den bewährten Vorgängerinnen nicht verstecken muss.Gleich nach der Photokina-2010 wurde die Canon EOS 60D in Kombination mit dem Allround-Objektiv Canon EF-S 18-55 mm 1:3,5-5,6 IS näher unter die Lupe genommen. Die Linse ist mit einem Bildstabilisator ausgestattet, der unter anderem das Bild im optischen Sucher beruhigt und die Arbeit des AF-S-Systems optimiert. Da das Gehäuse der EOS 60D kein Sensor-Shift-System besitzt, ist dieses Feature der Wechseloptik nicht zu unterschätzen.
Das Ergebnis, so die Fachzeitschrift „Fotohits“, ist auf jedem Fall eine sehr schnelle und präzise automatische Scharfstellung. Die Fokusfelder lassen sich dabei auch einzeln manuell abwählen. Die Farbfehler sind geringfügig, wobei die Farbwiedergabe durch verschiedene Modi weitgehend beeinflussbar ist. Bei Porträtaufnahmen demonstriert die Spiegelreflexkamera eine sehr genaue Hauttondarstellung. Die Auflösung nimmt zwar zu den Bildrändern etwas ab. Dies lässt sich jedoch mit dem Vorserienstatus der getesteten Kamera erklären. Insgesamt macht die EOS 60D in Kombination mit dem Objektiv EF-S 18-55 mm 1:3,5-5,6 IS einen sehr positiven Eindruck. Selbst in schwierigen Situationen produziert das Gerät scharfe, ausreichend belichtete Bilder und HD-Videos und bekommt dafür einen klaren Kauftipp. Bei Amazon liegt der Kit-Preis bei rund 1.300 Euro.
Canon EOS 60 D
Nachfolgerin der EOS 50D offiziell vorgestellt
Am 26. August 2010, pünktlich zur Photokina, hat Canon die neue EOS 60D offiziell vorgestellt. Wie erwartet, gönnt der japanische Hersteller der Kamera zum ersten Mal in der EOS-Geschichte ein dreh- und schwenkbares Display mit einer extrem hohen Auflösung von circa 1.040.000 Punkten, das außergewöhnliche Aufnahmeperspektiven ermöglichen soll. In puncto Größe lässt sich die Neue zwischen der semi-professionellen EOS 7D und der im Frühjahr 2010 präsentierten EOS 550D einordnen. Wie die beiden anderen DSLR-Kameras arbeitet die EOS 60D mit einem APS-C-Chip, bietet jedoch eine Auflösung von gleich 18 Megapixeln. Der Hersteller hofft natürlich darauf, dass sie sowohl in den Elektronikgeschäften als auch bei den Canon-Anhängern die zwei Jahre alte EOS 50D ersetzt.Die EOS 60D besitzt, wie übrigens auch die EOS 550D, den Autofokus mit neun Kreuzsensoren. Der Bildprozessor Digic-4 liefert bei Serienaufnahmen allerdings lediglich 5,3 Bilder pro Sekunde. Zum Vergleich: Die EOS 7D schafft 8 und die Vorgängerin EOS 50D 6,3 Bilder pro Sekunde. Dafür ist die neue Kamera mit herkömmlichen SD-Speicherkarten kompatibel und nimmt vollständige Full-HD-Filme auf. Der Lichtempfindlichkeitsbereich lässt sich auf bis zu ISO 12.800 erweitern. Damit erspart die Kamera den Blitzeinsatz in Situationen mit schwachem Licht.
Wie bereits angekündigt hat Canon die Kamera mit dem integrierten Fernauslöser Speedlite Transmitter ausgerüstet, der eine drahtlose Steuerung der hauseigenen Speedlite-Blitzgeräte ermöglicht. Diese Möglichkeit bietet bis jetzt keine andere Spiegelreflexkamera auf dem Markt. Wer sich als Hobbyfotograf noch nicht traut, die Kamera vollständig manuell zu steuern, kann sich über mehrere Motivmodi und interessante Bildbearbeitungseffekte freuen.
Neben SD- und SDXC-Speicherkarten unterstützt die EOS 60D auch die neuen Eye-Fi-Speicherkarten mit integrierter WLAN-Funktion und kann somit die aufgenommenen Fotos und Full-HD-Clips direkt ins Netz hochladen. Ob die hohen Erwartungen anspruchsvoller Fotografen von der EOS 60D erfüllt werden, werden die ersten Tests ausführlich zeigen. In ein paar Tagen hat jedoch auch jeder Besucher der Photokina 2010 vorab die Chance, sich das Gerät näher anzusehen.
Canon EOS 60 D
EOS 60D – Premiere auf der Photokina 2010?
Den Gerüchten zufolge soll die Canon EOS 60D die erfolgreiche EOS 50D ersetzen und zum ersten Mal im Hause Canon ein klappbares Display bieten. Die Konkurrenten aus den Lagern von Nikon, Olympus und Sony haben ja dieses praktische Feature bei ihren Spiegelreflexkameras schon seit längerem eingeführt. Auf Canonrumours.com wird außerdem über einige Ausstattungsmerkmale der neuen Kamera berichtet, die bei der Präsentation eines Vorproduktionsmodells bekannt wurden. Der APS-C-Sensor der EOS 60D soll eine Auflösung von 18 Megapixeln bieten. Dies ist deutlich mehr als bei der EOS 50D (15,1 Megapixel). Ob der Chip auch für Full-HD-Videoaufnahmen auslegt ist, steht aber noch nicht fest.
Offiziell hat Canon noch keine Angaben zu einer möglichen 50D-Nachfolgerin bekannt gegeben.













