Einschätzung unserer Autoren
Bosch SGS43 F32EU
Billig, aber nicht mehr wirklich zeitgemäß
Ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so dramatisches, Bild zeigt sich beim Stromverbrauch. Mit seinen 1,15 kWh Stromverbrauch liegt der Geschirrspüler zwar in der Energieeffizienzklasse A, das sieht aber nur auf dem Papier gut aus. Denn moderne Spüler liegen fast durchweg in der Klasse A++ und verbrauchen somit gut 25 Prozent weniger Strom. Der Verbrauch des SGS43F32EU kumuliert sich im Jahr immerhin auf 327 kWh Strom (auf der Grundlage von 280 Standardreinigungszyklen bei Kaltwasserbefüllung und dem Verbrauch der Betriebsarten mit geringer Leistungsaufnahme!). Bei einem aktuellen Strompreis von 25 Cent je Kilowattstunde sind das Unkosten von mehr als 80 Euro im Jahr – nur für den Strom.
Auch bei der Bedienung müssen Abstriche gemacht werden. So gibt es beispielsweise nur vier die Programme Intensiv 70, Normal 65, Eco 50 und Schnell 45. Ein extra Vorspülprogramm wie bei anderen Bosch-Maschinen fehlt. Die Startzeitvorwahl wiederum kann nur 19 Stunden in die Zukunft vorgestellt werden, nicht wie üblich 24 Stunden. Auch das Arbeitsgeräusch fällt mit 52 dB(A) ganz erheblich lauter aus als bei modernen Maschinen mit 44 dB(A). Und die müssen nicht einmal enorm viel teurer sein. Selbst besagte Topmodelle sind für Preise ab 500 Euro zu haben. In zwei Jahren hat die Bosch SGS43F32EU den Preisvorteil mit ihren höheren Unterhaltskosten wieder zunichte gemacht.
Hier sollte also im Grunde nur noch zugreifen, wer äußerst selten eine Spülmaschine benötigt und daher schlicht etwas Billiges braucht. Immerhin: Die Reinigungswirkung soll sich Nutzerberichten zufolge sehen lassen können. Hier kann Bosch ganz seine Erfahrung ausspielen.