Bei der MG290 rotieren die Massageköpfe nicht nur wie beim Gros der Massagesitzauflagen rechts und links der Wirbelsäule hoch und runter. Stattdessen soll eine eigens vom Hersteller Beurer entwickelte Wipptechnik dafür sorgen, dass die Massagewirkung der Kugeln auch tiefer gelegene Muskelschichten erreicht und sich dadurch der wohltuende Massageeffekt spürbar erhöht.
Wie es sich für ein Flaggschiff gehört, bietet die Beurer so ziemlich alles, was von einer Top- Massagesitzauflage erwartet werden darf. Zur Auswahl stehen eine Rollen- sowie eine Shiatsu-Knetmassage. Außerdem deckt sie sowohl den Rücken als auch den Nacken ab, wenn auch nicht durchgängig. Zwischen den beiden Bereichen gibt es einen blinden Fleck, der sich je nach Körpergröße des Benutzers nachteilig auswirken kann – eine baubedingte Schwachstelle, die allerdings alle Kombi-Massagesitze für Nacken und Rücken betrifft. Dem Benutzer steht außerdem die Option offen, sich den kompletten Rücken oder Teile von ihm massieren zu lassen, darüber hinaus lassen sich die Massagen auch punktuell fixieren. Der Bereich der Oberschenkel wiederum wird mit einer einfachen Vibrationsmassage verwöhnt, die zuschaltbare Wärmefunktion schließlich wird von vielen Käufern als wenig hilfreich eingestuft, da sich die wohltuende Wärme erst relativ spät einstellt und außerdem nicht sehr kräftig ausfällt. Auch dies ist ein Manko, das die meisten Massageauflagen miteinander teilen.
Das stabile Rückenteil wiederum stellt eindeutig ein Pluspunkt dar, mit dem die Beurer etliche Mitkonkurrenten distanziert. Die Auflage kann dadurch nämlich auch auf Stühlen mit einer niedrigen Lehne oder auf weichen Polstermöbeln benutzt werden, was speziell bei den einfacheren Modellen in der Regel nicht der Fall ist. Ihr vergleichsweise hohes Gewicht sorgt außerdem dafür, dass die Auflage nicht verrutscht, wenn sich der Benutzer einmal bewegt. Dieser kann sich daher voll und ganz auf die Massage konzentrieren, die wiederum von den ersten Testpersonen und Käufern gut benotet wurde. Die von Beurer „3D“ genannte Wipptechnik der Massageköpfe scheint also tatsächlich einen wohltuenden Massageeffekt hervorzurufen, zumal die Beurer nicht ganz so kräftig „zupackt“ wie etwa die Massagesitze des Konkurrenten HoMedics. Probleme hingegen gab es unter anderem bei der gezielten Lokalisierung der Nackenmassage, die jedoch bei fast allen Massagesitzauflagen vereinzelt zu Schwierigkeiten führen kann.
Im Großen und Ganzen hat daher die Auflage die Erwartungen, die an ein Topmodell gestellt werden können, erfüllen können. Lediglich der finanzielle Aspekt der Sache stößt bei einigen auf Widerstand oder doch zumindest Zweifel, denn die Beurer ist mit rund 270 EUR für die Version in Schwarz (Amazon) beziehungsweise rund 280 in Creme (Amazon) budgettechnisch nicht gerade ein Pappenstiel.
07.03.2012



























