Einschätzung unserer Autoren
BenQ MW 712
6500 Stunden im SmartEco-Modus
Wer nicht auf die volle Lichtleistung verzichten will – laut BenQ sind es 3200 ANSI-Lumen - wechselt in den Standardbetrieb. Natürlich hält die Lampe im Standardbetrieb mit geschätzten 3500 Stunden nicht ganz so lang durch, außerdem wird das Gerät mit 29 Dezibel etwas lauter und nimmt mehr Leistung auf. Um die Leistungsaufnahme während einer Präsentation zu verringern, kann man den „Eco Blank Modus“ aktivieren, sprich: den Projektor kurzzeitig dunkel schalten. Mit dieser Maßnahme soll man im Vergleich zu einem Gerät ohne Eco Blank Modus bis zu 70 Prozent Strom sparen können. Mit an Bord des Beamers ist ein DLP-Chip von Texas Instruments, dem BenQ eine physikalische Auflösung von 1280 x 800 Pixeln (WXGA) im Seitenverhältnis 16:10 bescheinigt. Interpoliert soll das Gerät Signale mit bis zu 1600 x 1200 Pixeln (UXGA) verarbeiten können, natürlich muss man in diesem Fall und genau wie bei 1080p-Inhalten einen Qualitätsverlust in Kauf nehmen. Neben dem nativen 16:10 Format stehen vier weitere Formate zur Auswahl. In Sachen Bildqualität darf man sich ferner auf ein Kontrastverhältnis von 10.000:1 freuen, wobei sich Projektionen mit einer Diagonale von 0,76 Metern bis hin zu 7,62 Metern realisieren lassen. Bei einem Projektionsabstand von zwei Metern haben die Bilder eine Diagonale von 62,25 Zoll, was umgerechnet rund 160 Zentimetern entspricht. Anschlussseitig stehen ein HDMI-Eingang, Komponente, S-Video, Composite-Video samt passendem Audio-Eingang, zwei VGA-Buchsen, eine USB- und eine Ethernet-Schnittstelle sowie eine RS232C-Steuerleitung bereit. Ein VGA-Ausgang und ein Audio-Ausgang runden die Anschlussleiste ab. Intern greift das Gerät auf einen Lautsprecher zurück, der mit einer Ausgangsleistung von zehn Watt belastet wird. Für den gewünschten Bedienkomfort sorgen unter anderem ein zweifacher Digitalzoom, eine vertikale Trapezkorrektur (+/-40 Grad) und natürlich die mitgelieferte Fernsteuerung.
Einen Projektor, bei dem die Hochdrucklampe nach kurzer Zeit den Dienst versagt, braucht wohl niemand. Bleibt abzuwarten, ob der MW712 seine Versprechen in Sachen Langlebigkeit und Bildqualität erfüllt. Bei den Fachmagazinen stand das knapp 690 Euro teure Modell noch nicht auf dem Prüfstand.