Beim LX60ST verzichtet BenQ auf eine Hochdrucklampe. Stattdessen kommt ein Laser-Licht zum Zuge, das im Standardbetrieb bis zu 10000 Stunden und im Eco-Modus bis zu 20000 Stunden durchhalten soll.
Im Vergleich zu einer Hochdrucklampe, die nach spätestens 6000 Stunden ausgetauscht werden muss, sind Laser-Dioden praktisch wartungfrei. Trotzdem darf man sich im Standardbetrieb auf eine Lichtleistung von immerhin 2000 ANSI-Lumen freuen, demnach eignet sich der DLP-Beamer auch für Präsentationen in relativ heller Umgebung. Offen bleibt, mit welcher Lichtleistung im Eco-Modus zu rechnen ist. Pluspunkte gibt es in Sachen Stromverbrauch, denn eingeschaltet soll das Gerät maximal 270 Watt Leistung aufnehmen. Sonderlich leise ist der Projektor mit 33 (Standard) beziehungsweise 32 Dezibel (Eco) indes nicht. UXGA- (1600 x 1200) und Full-HD-Signale (1920 x 1080) lassen sich nur interpoliert zuspielen, denn die native Auflösung liegt bei 1024 x 768 Pixeln (XGA). Laut Datenblatt bietet das DLP-Modell ein dynamisches Kontrastverhältnis von 8000:1 und kann Bilder mit einer sichtbaren Diagonale von 80 bis 300 Zoll an die Wand werfen. Steht der Beamer einen Meter vor der Leinwand entfernt, dann schafft er rund 81 Zoll in der Diagonale. Dank einer vertikalen Keystone-Korrektur von 30 Grad in beide Richtungen kann man ihn in Decken- oder Bodennähe platzieren, ohne verzerrte Bilder in Kauf nehmen zu müssen. Die Anschlussleiste ist mit einem HDMI-Eingang, einer S-Video- und einer Composite-Video-Schnittstelle, mit zwei VGA-Eingängen, einem passenden Ausgang, Audio-Eingängen, Audio-Ausgängen, zwei USB-Buchsen und einem Ethernet-Port sehr ordentlich besetzt. Per USB spielt man Inhalte vom Computerbildschirm (Typ B) beziehungsweise Multimedia-Dateien von einem USB-Speicher ab (Typ A), per LAN lässt sich der Beamer aus dem Netzwerk fernsteuern. Mit an Bord des knapp 40 Zentimeter breiten, 14,9 Zentimeter hohen und 29,8 Zentimeter tiefen Projektors, der auch 3D-Signale einer Grafikkarte verarbeitet, sind zwei Lautsprecher, die mit je zehn Watt belastet werden.
Hochdrucklampen sind leuchtstark, allerdings nicht sehr langlebig. Wer sich trotzdem große Bilder wünscht, ist mit einem Laser-DLP-Modell wie dem von BenQ gut beraten. Wann der LX60ST hierzulande erhältlich ist und wie teuer er wird, verrät das Unternehmen nicht.
30.01.2012







