Nur sieben Watt soll der G615HDPL im Betrieb aus der Steckdose ziehen, in einem sogenannten Eco-Modus sind es sogar nur knapp 5 Watt. Was sich auf den ersten Blick phänomenal anhört, relativiert sich jedoch beim zweiten Blick auf den von BenQ angebotenen Monitor: Er bietet nämlich eine Bildschirmdiagonale von lediglich 15,6 Zoll.
Der niedrige Stromverbrauch resultiert nicht nur aus der dürftigen Bildschirmdiagonalen, sondern auch aus den verbauten LEDs als Hintergrundbeleuchtung. Maximal 12 Watt Stromverbrauch kann der Benutzer einkalkulieren, typischerweise werden es sogar nur 7 Watt im Schnitt sein. Der Anschluss erfolgt ausschließlich analog, also über eine VGA-Schnittstelle, die Auflösung wiederum liegt, der Geräteklasse entsprechend, bei 1.366 x 768 Pixel (WXGA) – also auf dem Niveau eines guten Notebooks. Das glänzende Display (Glare) hilft der Darstellung auf die Beine, reflektiert aber auch einfallendes (Sonnen-) Licht – im schlimmsten Fall kann man sich die Haare vor dem Bildschirm kämmen.
Wer möchte, kann sich das Gerät auch an die Wand hängen (VESA) oder es per Kensington-Schloss sichern. Doch selbst diese beiden Ausstattungsmerkmale sind nichts besonderes. Im Unterschied zum BenQ G610HDPL wiederum bringt der Neuzugang etwas weniger Helligkeit (200 zu 220 cd/m²) sowie einen geringeren Kontrast mit (500:1 statt 600:1). Ansonsten sind beide Bildschirme nahezu baugleich, und dies bedeutet: auch gleich langsam, denn die Reaktionsgeschwindigkeit beträgt 8 Millisekunden.
Während alle Welt, sprich: das Gos der Monitor-Hersteller, sich auf den Verkauf von großflächigen Monitoren konzentriert und nur gelegentlich einen 19-Zöller lanciert, geht BenQ allem Anschein nach eigene Wege. Mit dem neuen Gerät stehen nun insgesamt sogar drei Bildschirme im Sortiment des Herstellers zur Auswahl, die es auf eine Bildschirmdiagonale von lediglich knapp 16 Zoll bringen – und die sich darüber hinaus in ihrer Ausstattung auch noch ziemlich ähnlich sind (der Dritte im Bunde ist der BenQ G610HDAL). Vor diesem Hintergrund liegt natürlich die Frage, wer dieses außergewöhnliche Angebot zu schätzen weiß, förmlich auf der Zunge, rätselhaft, wie sie beantwortet werden kann. Jedes der drei Displays kostet rund 100 Euro, teilweise sind sie (vorerst) nur in Japan erhältlich – vielleicht steckt in diesem Faktum die Antwort verborgen.
09.06.2011



























