Mitte 2010 hat BenQ mit dem EW2420 den ersten Monitor mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung und einem blickwinkelstabilen, kontraststarken VA-Panel vorgestellt. Mit dem EW2430V erweitert nun der taiwanische Hersteller 2011 sein Sortiment der speziell für Multimedia-Anwendungen gedachten LED-/VA-Monitore um ein weiteres Modell, wobei die Unterschiede zum Vorgänger in den Bereichen Design, Anschlüsse sowie Video-Funktionen liegen.
In Sachen Design hat BenQ einen Schwenk vom marktdominanten Klavierlacküberzug zu einer Metalloptik vollzogen, die den Neuzugang zwar weniger glänzen lässt, ihn aber auch weniger pflegeintensiv macht. Die Kombination aus Chrom-Standfuß und gebürsteter Frontverkleidung macht außerdem ihrerseits optisch nicht viel weniger her, weswegen auch dem 2011er-Modell eine gewisse Wohnzimmertauglichkeit beileibe nicht abzusprechen ist.
Im Innern wiederum kommt das bewährte VA-Panel von BenQ zum Einsatz, das zum einen eine hohe Blickwinkelstabilität bietet und mit einem hohen nativen Kontrast von 3.000:1 aufwartet. Das 8-bit-Panel garantiert außerdem eine akkurate Farbdarstellung. Dem VA-Panel des hausinternen Kollegen EW2420 wiederum haben Tests bereits eine homogene Ausleuchtung sowie eine gute Graudarstellung bescheinigt – Qualitäten, die auch der neue Bildschirm mit hoher Wahrscheinlichkeit aufweisen wird. Um die Reaktionsgeschwindigkeit hingegen scheint es – typisch für VA-Panels – nicht so optimal bestellt zu sein, zumindest ambitionierte Spieler könnten Probleme mit dem Bildschirm bekommen.
Im Unterschied zur Produktvariante BenQ EW2430 besitzt die V-Version zusätzlich zu den Schnittstellen VGA, DVI sowie zweimal HDMI noch einen Component-Anschluss für DVD-Player und Co, darüber hinaus finden sich vier USB-Ports an dem Gerät. Außerdem besitzt die V-Version ein ganzes Bündel an Funktionen, mit denen die Video-Wiedergabe optimiert wird, unter anderem zur Rauschunterdrückung (3D Noise Reduction) und zur Umwandlung von Videos im Zeilensprungverfahren zu Vollbildern (3D Deinterlace; in beiden Fällen hat „3D“ nichts mit räumlichen 3D-Inhalten zu tun!). Außerdem lassen sich zwei Videoquellen parallel im Picture-by-Picture beziehungsweise Picture-in-Picture-Verfahren wiedergeben, Bilder mit einer niedrigen Auflösung werden technisch aufgepimpt und eine Funktion namens Smart Focus ermöglicht es schließlich noch, bestimmte Bildinhalte hervorzuheben, etwa Video auf Youtube, während der Rest des Bildschirms abgedunkelt wird.
Kurzum: Noch deutlicher als mit dem EW2430 zielt BenQ mit der V-Version auf Multimedia-Fans als Zielgruppe, die zudem bereit sind, ein paar Euro mehr für ein Plus an Bildqualität auszugeben. Schließlich kommen die beiden Neuzugänge nicht gerade günstig: Für den BenQ EW2430 werden derzeit rund 250 Euro (Amazon) fällig, für den 2430V werden es noch ein paar Euro mehr sein. Die Preisdifferenz zu einem herkömmlichen 24-Zöller mit einem blickwinkelschwachen TN-Panel hält sich aber trotzdem noch in Grenzen, weswegen die Mehrinvestition durchaus ernsthaft ins Kalkül gezogen werden sollte.
27.06.2011





























