Wie erst kürzlich eine Verbraucherstudie herausgefunden hat, achten Neukunden beim Kauf eines PC-Bildschirms nicht allein auf die Anschaffungskosten, sondern auch auf niedrige Betriebskosten sowie auf ein schönes Design. Asus scheint mit dem VS238H diese Kundenwünsche 1:1 umgesetzt zu haben, denn in allen drei Belangen entspricht der 23 Zöller exakt diesen Anforderungen.
Im Vordergrund steht natürlich, wie bei nahezu allen derzeit neu auf den Markt kommenden Bildschirmen, die aus LEDs bestehende Hintergrundbeleuchtung. Sie ermöglicht den Herstellern, auf einfachem Weg den Trend zur Green IT umzusetzen, denn die Geräte sind in puncto Energieverbrauch um einiges effizienter als Monitore mit Kaltkatodenröhren (CCFL). Asus selbst nennt für den Neuzugang zwar keine genauen Zahlen, der Verbrauch wird allerdings, wie die Erfahrung mit vergleichbaren Geräten zeigt, nicht höher als 20 bis 25 Watt betragen – CCFL-Geräte benötigen häufig das Doppelte.
Frage nach dem Gehäusedesign hingegen sind eine Frage des Geschmacks und daher nicht verhandelbar. Erwähnt werden sollte trotzdem, dass sich Asus mit einem „filigran“ verzierten Metallstandfuß sowie einem schmalen, mit Klavierlack überzogenen Gehäuserand sowie einer Gehäusetiefe von nur 16 Millimetern sehr darum bemüht hat, aus dem 23-Zöller ein Schmuckstück zu zaubern, der sowohl auf dem Schreibtisch als auch im Wohnzimmer eine gute Figur macht. Darüber hinaus zielt der Hersteller auf Kunden aus dem (Heim-) Büro-Bereich (SoHo) ab. Um einen klassischen Büromonitor, etwa mit ergonomischen Verstellmöglichkeiten, handelt es sich bei dem Gerät allerdings nicht.
Dafür taugt der Bildschirm mit Sicherheit als Wiedergabegerät für Multimedias-Inhalte jedwelcher Art, sowohl Videos als auch Spiele soll er schlieren- und ruckelfrei darstellen können. Die Anschlussfähigkeit an die gängigen externen Zuspieler ist mit VGA, DVI sowie, sehr erfreulich, HDMI uneingeschränkt gegeben, einziges Manko dürfte, wie bei nahezu allen Monitoren aus dem Consumer-Bereich, ein schwacher Blickwinkel sein. Da das Gerät aber wohl kaum für die (semi-) professionelle Bildbearbeitung eingesetzt werden soll, spielen solche Einschränkungen kaum eine Rolle. Angesichts der angekündigten 140 Euro, die sich auf der Straße sicherlich bald in Richtung 130 Euro bewegen werden, wäre Kritik auch unangebracht. Stattdessen sollte man den Asus als das nehmen, was er ist: Ein solider Allrounder für bemerkenswert wenig Geld, der Mitbewerbern wie etwa dem "überaus hochwertigen Allrounder" (Testfazit www.teccentral.de) E2340T von LG Electronics (139 Euro, Amazon) ernsthaft Konkurrenz machen kann.
05.05.2011























