Unkomplizierte Installation, nahezu flimmerfrei und außerdem anspruchslos, was die Hardware des PCs betrifft: 3-D mit einer Polarisationsfilterbrille gilt für viele immer noch als die angenehmste und einfachste Art und Weise, in den Genuss räumlicher Bilder zu kommen. Mit dem VG27AH setzt Asus seine Tradition mit einem weiteren 3-D-Monitor, der diese simple Technik einsetzt, fort. Doch der Neuzugang im Sortiment bietet zudem mit einem IPS-Panel eine höherwertige Bildqualität.
Ausstattung
Bei der Polarisationsmethode wird für jedes Auge ein separates Bild angezeigt, das von der entsprechenden Brille jeweils herausgefiltert wird. Dieses Verfahren halbiert zwar die Auflösung, dafür treten jedoch kaum das Auge irritierende Effekte wie Doppelkonturen auf und das Bild flackert nicht. In der Brille wiederum ist keine aufwendige Technik verbaut, sie ist daher sehr leicht und trägt sich angenehmer. Die Hardware muss ebenfalls nicht so üppig sein, da Polarisationsmonitore nicht mit 120 Hz arbeiten – kurzum: Für nicht wenige Kunden spricht viel für diese 3-D-Methode. Der Bildschirm von Asus wird inklusive zweier Brillen ausgeliefert, den zusätzlich zu einer normalen Brille gibt es auch noch eine Aufsteckbrille für Brillenträger. Auf Knopfdruck lässt sich das Gerät vom normalen 2-D- in den 3-D-Betrieb umschalten, außerdem wandelt es jeden 2D-Inhalt auf Wunsch in ein 3-D-Bild um. Letzteres erzeugt zwar erfahrungsgemäß nicht immer hochwertige räumliche Bilder, hilft aber, das immer noch eher dürftige Angebot an 3D-Medien zu kaschieren beziehungsweise zu überspielen.
IPS-Panel
Auch bei der Polarisationstechnik ist es mittlerweile nicht mehr der Fall, dass der 3-D-Effekt nur aus einem einzigen Blickwinkel erlebt werden kann. Aus diesem Grund macht es viel Sinn, dass Asus dem Bildschirm ein IPS-Panel spendiert hat. Ein zentrales Merkmal dieser Bildschirmtechnologie ist nämlich die Blickwinkelstabilität, von der Seite betrachtet weist die Bildwiedergabe demnach kaum nennenswerte, unangenehme Bildverfälschungen auf. Dies hat zur Folge, das sich vor dem Asus auch mehrere Personen an den räumlichen Bildern erfreuen können, zumal die dafür notwendigen Brillen nicht sehr teuer sind – optimale Voraussetzungen als für einen 3-D-Abend in geselliger Runde.
Flexibler Standfuß
Aufgrund des flexiblen Standfußes kann das Display um bis zu zehn Zentimeter in der Höhe verstellt sowie um 150 Grad gedreht werden. Dies erlaubt ein ergonomische Feintuning des Monitors im Hinblick auf die Sitz-/Blickposition des Betrachters, das besonders im 2-D-Modus, also etwa bei längeren Arbeitssitzungen, einen höheren Bedienkomfort ermöglicht. An Anschlüssen wiederum sind VGA, DVI sowie zwei HDMI-1.4-Schnittstelle vorhanden. Letztere erlauben es, auch 3D-fähige Zuspieler wie zum Beispiel Blu-ray-Player an den Bildschirm anzuschließen.
Fazit
Obwohl 3-D nicht den Erfolg hatte und hat, den sich die Hersteller versprochen haben, werden weiterhin 3-D-fähige Monitore produziert – für eine kleine Klientel, die mit dem Asus ein hochwertiges Panel erhalten, das die bislang größtenteils auch in diesem Segment verbaute Bildschirmtechnologie, die sogenannten TN-Panels, in puncto Bildqualität in den Schatten stellt. Wer also gleichzeitig räumlich sehen und sich an satten Farben erfreuen möchte, sollte den Monitor ausprobieren – und zwar gerne zu zweit oder zu dritt, denn die IPS-Technik verspricht auch 3-D-Spaß für mehrere Betrachter gleichzeitig. Für das Vergnügen müssen allerdings rund 410 EUR (
Amazon) investiert werden – die Klientel für 3-D ist nicht nur klein, sondern eben auch fein.