Archos Child­Pad

  • (84 Meinungen)

  • 7"
  • 4096 GB
  • Erweiter­ba­rer Spei­cher
  • Android
  • 380 g

Befriedigend

2,6

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3,4 Sterne

84 Meinungen in einer Quelle

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Unser Fazit

Nun auch mit kapa­zi­ti­vem Dis­play

Das vom französischen Hersteller Archos verkaufte Child Pad wurde für seine konsequente Umsetzung in der Presse überwiegend gelobt. Denn insbesondere bei der Software bietet das Tablet jede Menge sinnvolle Anpassungen an die Nutzung durch Kinder. Selbst bei der Hardware wurde auf eine brauchbare Ausstattung und gesunde Balance zwischen Preis und Leistung geachtet. Nur eines hatte sich als Nachteil herausgestellt: Die Entscheidung für einen resistiven Bildschirm erwies sich dann doch als etwas unglücklich.

Resistiv vs. Kapazitiv

Das hat nun ein Ende: Wie das Online-Magazin „Unwired View“ zu berichten weiß, erhält das Tablet ab sofort in den neu verkauften Exemplaren einen kapazitiven Bildschirm. Der Unterschied: Bei resistiven Displays ist ein bewusster Fingerdruck nötig, während kapazitive Displays bereits auf einen leichten Fingerwisch reagieren. Letzteres erlaubt dann auch komplexere Multitouch-Gesten mit mehreren Fingern und gilt als intuitiver in der Bedienung. Darüber hinaus sind Bediengesten zielgenauer möglich, da kapazitive Displays feiner ansprechen.

Ursprüngliche Entscheidung durchaus nachvollziehbar

Dennoch konnte man die Entscheidung für die resistive Variante beim ChildPad durchaus nachvollziehen: Kleine Kinder haben noch keine so exakte Motorik, dass ein überempfindlicher Touchscreen schnell zu Fehleingaben und aus Versehen ausgelösten Multitouch-Gesten führen könnte. Da ist die Notwendigkeit, für eine Eingabe tatsächlich bewusst drücken zu müssen, durchaus keine dumme Idee. Indes soll sich die Bedienung anderen Medienberichten zufolge dann doch als zu schwergängig erwiesen haben.

Restliche Ausstattung bleibt bestehen

Woran man die neue Variante mit kapazitivem Bildschirm erkennen kann, wird leider nicht verraten. Es empfiehlt sich daher, beim Händler des Vertrauens ganz genau nachzufragen. Über den Archos-Online-Shop sollte allerdings bereits ausschließlich die neue Variante verkauft werden. Die soll sich außer im Display durch nichts vom Vorgänger unterscheiden. Auch hier darf der Käufer also einen 1-GHz-Chipsatz mit 1 Gigabyte Arbeitsspeicher, ein 7-Zoll-Display mit 800 x 480 Pixeln Auflösung, 4 Gigabyte internen Speicher und eine Frontkamera für Videochats erwarten. Als Betriebssystem ist Android 4.0 vorinstalliert.

von Janko

Leis­tungs­stark und gut durch­dacht

Der französische Tablet-Hersteller Archos nimmt nun auch die junge Kundschaft ins Visier. Mit dem ChildPad will das Unternehmen Kinder an die Nutzung von Tablet-Computern heranführen und den Eltern zugleich die Sicherheit bieten, dass sie stets die volle Kontrolle haben. Das ChildPad kommt daher zwar mit der aktuellsten Android-Version 4.0 Ice Cream Sandwich, verzichtet aber auf einen Zugang zum offiziellen Android Market. Das wäre für ein Erwachsenen-Tablet fast ein sicheres K.O., macht hier aber Sinn. Schadesoftware kann somit nicht heruntergeladen werden, auch unangemessene Inhalte werden vom Kind ferngehalten. Stattdessen gibt es den Kids App Store mit immerhin auch schon über 10.000 garantiert kindgerechten Programmen. Auch der Browser kann von den Eltern genau gefiltert und voreingestellt werden.

Das Archos ChildPad wird erstaunlich preiswert. Gerade einmal 129 US-Dollar will der Hersteller für das Gerät sehen, das entspricht rund 100 Euro. Wer nun jedoch befürchtet, die Ausstattung falle entsprechend mies aus, der irrt – zumindest teilweise. Zwar leistet der Single-Core-Prozessor nur 1 GHz Taktrate, dafür sind jedoch 1 Gigabyte RAM-Speicher vorhanden, was für den reibungslosen Alltagsbetrieb erheblich wichtiger ist als die reine Prozessorleistung. Das ist sogar mehr, als Archos Premium-Tablets der G9-Serie liefern.

Spezielle Kinderprodukte stehen immer wieder im Fokus der Hersteller – und in der Kritik der Endverbraucher. Viele fragen sich, wozu man ein 6- oder 7-jähriges Kund an die Benutzung eines Tablet-Computers heranführen müsse. Schließlich lauerten im Internet viel zu viele Gefahren, auch unter den Apps gebe es genügend schädliche – und seien es auch nur solche, die das Gerät zerstörten und nicht das Seelenheil der Kleinen. Andererseits wachsen Kinder heute ganz anders in die Technologie hinein.

Oder wie es ein anderer Blogger vor kurzem verblüfft festgehalten hat: Da habe ihn kurz vor dem geplanten Verriss eines Kinder-Tablets seine vierjährige Tochter mit dem Handy seiner Frau angerufen. Sie hatte von ganz allein herausgefunden, wie sie die Tastensperre auflösen, den Telefonmodus starten und das passende Kurzwahlicon drücken musste. Kurz gesagt: Die Kleinen von heute wachsen ohnehin mit der Technologie auf und die Frage ist eher, auf welche Weise sie herangeführt werden. Das Archos ChildPad macht in dieser Hinsicht eigentlich alles richtig.

Es steht aber zur Debatte, inwieweit Kinder sich überhaupt mit speziellen Kinderprodukten abgeben wollen. Schon bei den speziellen Teenager-Handys ist diese Entwicklung vor einigen Jahren im Sande verlaufen. Bei den Kleinsten sollte dieses Bewusstsein aber noch nicht so stark ausgeprägt sein, einen Versuch ist es vielleicht wert...

von Janko

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Datenblatt

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