Einschätzung unserer Autoren
Apple MC815D/A
Kleiner Thunderbolt
Apple war der erste Hersteller, der Intels Super-Schnittstelle Thunderbolt in seine Produkte integrierte. Und so bekam auch der kleinste und günstigste Mac mini eine solche eingebaut, die den bisherigen Displayport erweitern kann. Leider mangelt es noch entsprechenden Peripheriegeräten, die dem Thunderbolt Performance und Flexibilität bescheinigen. Apples Thunderbolt-Display lässt Kunden bis zu zwei Monate auf Lieferung warten.Mini in den Abmessungen, aber ganz groß in der Verarbeitungs- und Materialqualität – so kennt man den kleinen Mac. Das ist auch beim aktuellen Modell so und bietet dem Käufer für knapp unter 600 Euro bei amazon einen bequemen und mit geringen Kosten verbundenen Einstieg in die Apfelwelt. Die runde Bodenplatte des Alu-Gehäuses kann man leicht entfernen, um an den Arbeitsspeicher zu gelangen. Auch die Festplatte ließe sich noch im Alleingang austauschen. Wer jedoch ein zweites Laufwerk benötigt, sollte dies gleich beim Händler mitbestellen, da die Stromversorgung eine Apple-Speziallösung darstellt. Sollte man sich als Windows-Umsteiger doch nicht an das neuartige Betriebssystem gewöhnen, lässt auf dem Intel-basierten PC auch ein Windows installieren, zumal einge Anwendungsbereiche deutlich schneller arbeiten als unter dem Lion-System.
Lediglich die FireWire800-Schnittstelle bietet beim heimischen Betriebssystem deutlich bessere Transferraten. Weiterhin fehlen die eSATA-Ports und auch eine Einbindung von USB 3.0 ist nicht vorgesehen. Bei der Netzanbindung kann der Benutzer zwischen schnellem WLAN, Bluetooth 4.0 oder auch Gigabit-Ethernet wählen. Die kleinste Ausstattungsvariante mit nur 2 GByte Arbeitsspeicher und mittelmäßiger Festplatte arbeitet jedoch in fast allen Anwendungsbereichen zufriedenstellend. Dabei nimmt man den Kleinen akustisch kaum wahr, was ihn für den Einsatz im Wohnzimmer qualifiziert.Im Lieferumfang sind weder Maus noch die schicke Apple-Tastatur enthalten, wobei letztere für Windows-Umsteiger ein wenig gewöhnungsbedürftig ist und eine kleine Einarbeitungszeit erfordert. Allein das richtige Anpeilen der @-Taste verursacht am Anfang Kopfzerbrechen.

