Leider ist AOC mit seinem neuen Monitor, der unter anderem speziell als Arbeitsgerät für den Office-Einsatz gedacht ist, auf halbem Weg stehen geblieben. Denn der e2436Pa besitzt zwar, wie für Büromonitore generell wünschenswert, einen flexiblen Standfuß, damit das Display sich nahezu beliebig auf die Betrachterposition ausrichten lässt. Die Bildschirmfläche selbst hingegen ist im Verhältnis 16 zu 9 geschnitten und damit um Arbeitsfläche in der Höhe beraubt.
Auf einem Full-HD-Monitor mit 24 Zoll und einem Seitenverhältnis von 16:10 lässt sich nämlich eine DIN A4-Seite in Originalgröße komplett darstellen. Bei einem Seitenverhältnis von 16:9 hingegen muss entweder gescrollt oder die Seitenansicht um ein paar Prozentpunkte verkleinert werden. Perfekte Office-Bildschirme in diesem Zollsegment warten daher mit 16:10 auf, die 16:9-Modelle hingegen schielen gleichzeitig auf eine Klientel, die den Bildschirm sowohl als Arbeitsmonitor als auch zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten nutzen wollen – und genau dies ist bei dem von AOC präsentierten Monitor der Fall, wie der Hersteller sogar ausdrücklich betont.
Ohne Wenn und Aber erfreulich und daher lobenswert sind hingegen die ergonomischen Eigenschaften des Standfußes. Er ist so flexibel, dass das Display um 110 Millimeter in der Höhe verstellt, zur Seite geschwenkt und um 90 Grad in den Pivot-Modus gedreht werden kann – bei einem 16:9-Modell ist speziell Letzteres besonders effektiv. Die technische Ausstattung wiederum weist keinerlei Besonderheiten auf. Verbaut ist in das Gerät ein Standardpanel, wie es in Dutzenden anderer Modelle ebenfalls anzutreffen ist, was, wie Tests immer wieder zeigen, eine solide Bildqualität garantiert. Da ferner die Unterschiede zwischen den Consumer-Modellen minimal ausfallen, wird auch der AOC in Sachen Kontrast, Farbe und Helligkeit mit großer Wahrscheinlichkeit kaum aus der Reihe tanzen. An Anschlüssen schließlich sind VGA und DVI vorhanden, eine VESA-Halterung sowie Lautsprecher runden das Paket ab.
Das Standardpanel ist die Basis dafür, dass der neue AOC-Bildschirm trotz seiner Zusatzausstattung mit einem flexiblen Standfuß preislich nicht merklich nach oben ausschlägt. Er wird für 189 Euro in Kürze in den Verkauf startet, bereits kurz danach aber auf der Straße für ein paar Euro weniger zu haben sein und damit kaum teurer kommen als ein vergleichbarer Monitor mit 24 Zoll mit einem starren Standfuß – und genau deshalb könnte man AOC auch nachsehen, auf dem halben Weg stehen geblieben zu sein und auf das 16:10-Seitenverhältnis verzichtet zu haben.
21.10.2011
























