Monitore wie der soeben von AOC präsentierte e2219Ph zählen zu den großen Ausnahmen unter den Modellen für den breiten Markt. Der 22-Zoll-Monitor wartet nämlich nicht mit einem Seitenverhältnis von 16:9 auf, das eindeutig eine marktdominierende Stellung innehat. Stattdessen ist die Bildschirmfläche im Verhältnis 16:10 geschnitten, das Display bietet daher ein Plus an Bildfläche in der Höhe – und eignet sich daher optimal als Monitor zum Arbeiten.
Die meisten aktuellen Bildschirme sind hauptsächlich für die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten, unter ihnen vor allem Videos, zugeschnitten. Dank eines Seitenverhältnisses von 16:9 verringern sich die schwarzen Balken auf ein Minimum, die Bildschirmfläche wird effektiver ausgenutzt. Speziell im 22-Zoll-Segment jedoch dominierte lange Zeit das Seitenverhältnis 16:10 bei einer Auflösung von 1.680 x 1050 Pixel. Auf ihnen wurden zum Beispiel A4-Seiten beinahe komplett in Originalgröße angezeigt, das Plus an Bildfläche in der Höhe war daher speziell bei Office-Anwendungen willkommen. Dasselbe trifft auf die Auflösung zu. Mittlerweile hat sich auch unter den 22-Zöllern Full-HD nahezu flächendeckend durchgesetzt, allerdings mit dem Effekt, dass aufgrund der Pixeldichte Symbole und Schriften deutlich kleiner sind als bei der ursprünglichen Auflösung von 1.680 x 1050 Pixeln.
Nicht bei allen Kunden lösten diese Veränderungen Begeisterung aus, nach wie vor ist daher die Nachfrage nach 16:10-Bildschirmen vergleichsweise groß – vor allem bei Kunden, die den Monitor zum Arbeiten einsetzen möchten. Aus diesem Grund nehmen einige Hersteller ab und an ein 16:10-Modell in ihr Sortiment auf, und häufig werden diese auch noch in einem Rutsch mit ergonomischen Funktionen ausgestattet – wie dies beim AOC der Fall ist. Das Display kann daher in der Höhe um 110 Millimeter verstellt und um 90 Grad in den Pivot-Modus gedreht werden; eine Schwenkfunktion zur Seite ist ebenfalls vorhanden zu sein. Dadurch kann der Bildschirm flexibel auf den Betrachterstandpunkt hin ausgerichtet werden, eine Option, die bei den meisten anderen Bildschirmen nicht zu finden ist, und die daher dem Betrachter eine gewisse Flexibilität abverlangen.
Die aus der Reihe tanzende Auflösung sowie ein flexibler Standfuß sind jedoch nicht umsonst zu haben. Die entsprechend ausstaffierten Modelle laufen in der Regel unter dem Banner „Business“-Monitore und sind merklich teurer als die starren Standard-Allrounder mit 16:9. Dies ist beim AOC nicht anders. Der Hersteller will den Bildschirm beim demnächst anstehenden Verkaufsstart für knapp 170 Euro anbieten, die Differenz zu einem Standardmodell beläuft sich also auf gut und gern 50 Euro – was allerdings eingeschworene 16:10-Fans nicht weiter stören wird.
21.10.2011

























