Leistungsfähige Grafikkarten hatten bislang immer Probleme in einem HTPC-Gehäuse ihren Platz zu finden. Der Einbauversuch scheiterte immer an der Länge oder der Doppel-Slot-Belegung. Diese Nische wurde von Afox entdeckt und mit so genannten One-Slot- und Low-Profile-Grafikkarten gefüllt. Allein die Produktbezeichnung HD 6850 lässt ahnen, dass man mit dieser Karte den vorher biederen HTPC richtig aufmotzen kann.
Als Basis dient eine Radeon-Karte in 2-Slot-Bauart mit relativ dicken Kühllamellen und zwei Lüftern. Die recht schmale Bauform der Platine erinnert an ältere Billig-Grafikkarten – jedoch der Eindruck täuscht. An der Slotblende befinden sich ein DVI-Port und ein DisplayPort zum digitalen Anschluss zweier Monitore. Hardwareseitig findet man die übliche Bestückung einer Radeon HD6850. Die GPU ist mit 775 MHz getaktet und die Karte verfügt über eine 256 Bit breite Schnittstelle der GDDR5-Speichermodule, die insgesamt 1.024 MByte zur Verfügung stellen. Beim leistungsindex ist die Grafikkarte zwischen einer Nvidia GTX 550 Ti und einer GTX 460 anzusiedeln – also ein echter Zugewinn für einen HTPC. Lediglich die zu lauten Lüfter passen gar nicht zu einem Wohnzimmer-PC. Für wenige Euro lassen sich die lauten Propeller gegen deutlich leisere Lüfter austauschen, was keine technischen Begabtheiten erfordert. Wer sich die Umbauarbeiten als Bildstrecke ansehen möchte, sollte sich bei Toms Hardware.de umschauen und auf Nummer sicher gehen. Leider sind die Ladenpreise für die Low-Profile Gamer-Graikkarte noch nicht bekannt. Jedoch geht man von der etwas „billigen“ Materialwahl (Kühlkörper und Lüfter) aus, dürften sich die Anschaffungskosten auf das Niveau einer gängigen Radeon HD 6850 einpendeln, das zur Zeit um 140 Euro bewegt.
In jedem Fall bedeutet der Zukauf einer Afox im Kleinformat eine deutliche Aufwertung eines Klein-PCs, der meist nur eingeschränkte Multimedia-Fähigkeiten vorzuweisen hat.
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- Erschienen: 23.07.2011
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