Wer 1985 schon mit Computern zu tun hatte, war garantiert stolzer Besitzer eines Amiga-PCs, dessen Fortschrittlichkeit und Performance seines Gleichen suchte. Böse Zungen behaupten schließlich, dass Microsoft seine erste grafische Benutzerführung, genannt Windows, mehr schlecht als recht bei Amiga abgekupfert hatte. Liebevoll wurde die damalige PC-Kiste als Brotkasten bezeichnet und konnte den Besitzern viel Spaß vermitteln.
Der italienische Hersteller Acube Systems lässt das Amiga-Betriebssystem mit modernster Technik wieder zum Leben erwachen. Das in der Version 4.1 Update3 vorliegende Betriebssystem kann mit den aktuellen Features der Konkurrenzprodukte ohne Probleme mithalten und kann für rund 100 Euro auch separat erworben werden. Hardwareseitig wird alles unterstützt wie 3D-Darstellung, ein 64-Bit-Dateisystem mit Unterstützung sehr großer Festplatten und vieles mehr. Der Brotkasten wird jetzt in mattem Schwarz mit dezentem Silberstreifen in der Front gefertigt.
Auf der rechten Frontseite ist ein DVD-Brenner untergebracht, der als Ergänzung zum 500 GByte großen Festplatten-Laufwerk gedacht ist. Letzteres wird über eine SATA2-Schnittstelle eingebunden und der Controller bietet noch Platz für weitere Festplatten. Das Herzstück bildet jedoch Embedded-System Sam460ex; eine Hauptplatine mit integriertem Prozessor und verschiedenen Anschlussmöglichkeiten. Der 1,15 GHz flotte Prozessor bietet genügend Performance, um das AmigaOS absolut flüssig zu betreiben. Der Speicher-Controller unterstützt bis zu 2 GByte DDR2 im S0-Dimm-Format, die dem AmigaOne 500 auch spendiert wurden. Als Erweiterungen findet man einen PCIe 4x, um beispielsweise eine zusätzliche Grafikkarte unterzubringen, einen Standard PCI- und einen PCIe 1x-Slot vor. Der Sound liegt im 5.1-Format vor und wird vom bekannten Realtek-Chip produziert. Die Netzanbindung erfolgt über Gigabit-Ethernet und optional kann auch ein UMTS-Modul installiert werden.
Der hier vorgestellte AmigaOne 500 wird komplett installiert mit einer AmigaOne-Maus, dem Software-Paket und einem Acube T-Shirt für etwas über 1.000 Euro geliefert. Viele werden sich schon aus nostalgischen Gründen wieder einen Brotkasten zulegen und mit Genuss zu den alten Spielen greifen, die so viel Spaß gemacht hatten.
26.09.2011























