Einschätzung unserer Autoren
Acer H 274HL
Office-Arbeiten und Multimedia auf 69 Zentimetern Bildfläche
In erster Linie sticht allerdings natürlich zuerst einmal die üppige Bildschirmfläche ins Auge, die enorm viel Platz für mehrere geöffnete Anwendungen auf einmal sowie ein perfektes Multimedia-Erlebnis zur Verfügung stellt. Die Auflösung beschränkt sich dabei auf Full-HD, also 1920 x 1080 Pixel, der Standardauflösung eines 24-Zöllers. Obwohl dem Bildschirm 2.048 x 1.152 Bildpunkte ebenfalls gut zu Gesicht gestanden hätte, die die Darstellung von noch mehr Informationen zur Folge gehabt hätte, werden nicht wenige User gegen die kleinere Auflösung sicherlich nichts einzuwenden haben, da Schriften und Symbole dadurch leichter lesbar bleiben.
Die Hintergrundbeleuchtung aus LED wird den Monitor trotz seiner Ausmaße relativ sparsam machen, außerdem kündigt Acer einen dynamischen Kontrast von 100 Millionen zu eins an, der sich nicht wirklich von einem Kontrastverhältnis von „nur“ 20 Millionen oder gar 1 Million zu Eins mit bloßem Auge unterscheiden lassen wird. Unterm Strich soll die Angabe nur plakativ vor Augen führen, dass eine der Stärken des Displays in einer besonders detaillierten und kontrastreichen Darstellung von (vor allem) dunklen oder hellen Sequenzen bei Bewegtbildern haben wird – ideal für den Multimediaeinsatz also. Der Monitors soll darüber hinaus vollumfänglich für Spieler geeignet sein, ein weiterer Grund, weswegen nur eine Full-HD-Auflösung zum Einsatz kommt, denn ansonsten wären selbst für weniger komplexe, grafikintensive Spiele Monster-Grafikkarten notwendig.
An Anschlüssen lässt es der 27-Zöller ebenfalls genauso wenig fehlen wie an einer hohen Helligkeit. Ob allerdings die von Acer angekündigten 178 Grad Blickwinkel tatsächlich erreicht werden, muss solange fraglich bleiben, bis geklärt ist, welches Panel in dem Bildschirm steckt – mit einem TN-Panel, Standard bei den Bildschirmen für den breiten Markt, ist diese Blickwinkelstabilität garantiert nicht zu schaffen. Das Gehäuse schließlich fällt schlank aus – auch dies eine Folge der verbauten LEDs –, ist mit Klavierlack überzogen und steht auf einem Fuß aus Acrylglas mit durchsichtigen Rändern – immerhin stellt der 27-Zöller den Anspruch, Design und Technik unter einen Hut bringen zu wollen.
Letztendlich allerdings dürfte es sich bei dem Bildschirm um einen auf 27 Zoll aufgeblähten 24-Zöller handeln, der primär wegen seiner Größe zum Kauf reizt, technische Standards erfüllt und als Allrounder eingesetzt werden kann. Kosten soll er rund 300 Euro, kurzum: Der Preis ist heiß, für den Durchschnittsgebrauch ist das Gerät solide genug – die Zeit großer Bildschirmriesen kann nun auch im Consumer-Bereich beginnen, nachdem die derzeit marktdominierenden 22- und 24-Zöller vielen Usern sicherlich schon wieder zu klein geworden sind.

