Acer hat einen neuen Monitor angekündigt, der trotz IPS-Bildschirmtechnologie über eine schnelle Reaktionszeit verfügen soll. Darüber hinaus können an die „bmjd“-Version des H236HL auch Smartphones oder Tablet-PCs, die den MHL-Standard (Mobile High-Definition Link) unterstützen, an den 23 Zöller ohne größere Umstände PC-unabhängig angeschlossen werden.
Voll Mulitimedia-tauglich?
Niemand wird mehr ernsthaft bezweifeln oder sogar bestreiten, dass ein Bildschirm, der mit der IPS-Bildschirmtechnologie ausgestattet ist, gegenüber einem Modell, das noch auf den TN-Standard setzt, überlegen ist. Die Geräte können vor allem bei der Wiedergabe von Farben punkten. Sie fallen natürlicher, „echter“ und satter aus. Außerdem lassen sie auf farbigen Flächen deutlich mehr Details des Bildinhalts erkennen – ein Plus bei Landschaftsbildern zum Beisiel, aber auch Hauttöne gelingen ihnen einfach besser. Nicht zuletzt bieten IPS-Panels auch stabilere Einblickwinkel – von der Seite oder von unten betrachtet weist das Bild kaum noch nennenswerte Verfälschungen hinsichtlich Farbe, Kontrast und Helligkeit auf. IPS-Displays bieten sich daher hauptsächlich für den Multimedia-Einsatz an, da sie in diesem Bereich ihre bessere Bildqualität voll ausspielen können – doch nicht wenige Modelle waren noch in der jüngsten Vergangen einen Tick zu langsam, um zum Beispiel Bewegungsunschärfen und Schlieren bei schnellen Video- und PC-Games-Sequenzen unterbinden zu können. In diesem Punkt waren ihnen die Geräte mit TN-Panels bislang überlegen, auch wenn die IPS-Modelle den Abstand immer mehr verkleinern konnten. Der Acer will nun endgültig zu den TN-Panels aufgeschlossen haben, jedenfalls zum Gros von ihnen. Seine Reaktionszeit beziffert der Hersteller nämlich auf fünf Millisekunden, ein Wert, der (standardmäßig) einem schnellen, wenn auch nicht hyperschnellen TN-Panel in der Regel zugesprochen wird – mittlerweile gibt es nämlich auch TN-Geräte mit noch schnelleren Reaktionszeiten, nach denen sich hauptsächlich ambitionierte Pro-Gamer die Finger lecken. Der Acer scheint daher auf breiter Front Multimedia-tauglich zu sein, allenfalls die Reaktion der Pro-Gamer-Fraktion darf noch etwas skeptisch ausfallen, was die Performance des Bildschirms betrifft. Alle anderen werden vermutlich keinen Grund mehr haben, sich über die Schaltgeschwindigkeit des Displays zu beschweren – dies stellt jedenfalls Acer in Aussicht.
MHL
Ein weiteres Ausstattungsmerkmal dürfte Besitzer von Smartphones und Tablet-PCs gefallen. Der Acer unterstützt nämlich den MHL-Standard, das heißt, an den Bildschirm kann über die HDMI-Schnittstelle ein Handy/Tablet-PC direkt angeschlossen werden, ohne dass ein PC als Mittler bemüht werden müssen. Diese Funktion dient hauptsächlich dazu, Bilder und Videos unproblematisch auf einem großen Bildschirm betrachten zu können. Doch Vorsicht: Nicht jedes mobile Endgerät unterstützt seinerseits den MHL-Standard.
Fazit
Man darf gespannt sein, welche konkreten Werte für die Reaktionszeit der Acer auf den Prüfständen der Fachmagazine ermittelt werden. Sollten sich jedoch die Multimedia-Fähigkeiten bestätigen, gibt es keinen vernünftigen Grund mehr, ihm ein TN-Panel vorzuziehen – zumal der Bildschirm in der Version mit dem Zusatz „bmjd“ schon für 170 EUR (Amazon) zu haben ist. Wer auf MHL verzichten kann, zahlt verblüffenderweise momentan mehr. Die H236HLbmid-Version ohne MHL kommt nämlich auf 179 EUR (Amazon).
von Wolfgang
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Datenblatt
Displayhelligkeit
250
cd/m²
Die unterdurchschnittliche Leuchtkraft erschwert das Erkennen von Bildschirminhalten in hellen Umgebungen.
Aktualität
Vor 13 Jahren erschienen
Das Modell ist nicht mehr aktuell, im Schnitt verbleiben Monitore 3 Jahre am Markt.