20-Zoll-Monitore sind eine aussterbende Gattung, weswegen man den G205HVb zu den Dinosauriern auf dem Monitormarkt 2011 zählen darf. Doch dafür, dass sich das Format langsam aber sicher überlebt hat, bemüht sich der neue Bildschirm von Acer immerhin darum, eine gute Figur zu machen, eine solide Leistung mit so wenig Abstrichen wie möglich zu bieten sowie recht kostengünstig in der Anschaffung zu sein.
So ganz ohne Abstriche geht es jedoch, allein schon aus Kostengründen, aber leider doch nicht. Denn der 20-Zöller besitzt lediglich einen analogen VGA-Eingang. Wer eine bessere Bilddarstellung, die eine verlustfreie Einspeisung der Bildsignale über die digitale DVI-Schnittstelle, haben möchte, sollte den Bildschirm von seiner Einkaufsliste streichen. Außerdem eignet sich der Monitor aufgrund der fehlenden DVI-Schnittstelle auch nicht für die Darstellung kopiergeschützter Inhalte (HDCP), obwohl er sich doch eigentlich aufgrund des 16:9-Formates von sich aus eigentlich für den Multimedia-Einsatz, in diesem Fall also für Videofilme, anbietet.
Dafür stimmen die anderen technischen Leistungsdaten des Acer mit den gängigen Standards für Helligkeit, Kontrast und Reaktionsgeschwindigkeit überein. Das verbaute TN-Panel, ebenfalls Standard im Low-Budget- sowie generell im Consumer-Bereich, dürfte State-of-the-Art-Qualitäten haben, also eine ganz solide Bildwiedergabe bieten, wofür sowohl die ausgereifte TN-Paneltechnik als auch das langjährige Knowhow des Herstellers spricht.
Außerdem hat sich Acer beim Design auffallend Mühe gegeben. Die außergewöhnliche, nämliche spitz zulaufende Gehäusefront sowie der kreuzförmige Standfuß verleihen dem Bildschirm optisch Schwung und ein gewisses Etwas – bieder jedenfalls sieht anders aus. Auf der anderen Seite lässt sich der Bildschirm so gut wie nicht auf den Blickwinkel des Betrachters einstellen, wer will, kann ihn jedoch immerhin über die VESA-Halterung an die Wand hängen.
20-Zoll-Monitore tragen auf dem Schreibtisch nicht so dick auf wie die angesagten 22- oder 24-Zöller – diese triviale Einsicht dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass sie nach wie vor gefragt und daher auch von den Herstellern noch im Sortiment geführt werden. Dass für die auf den ersten Blick günstig erscheinenden 125 Euro, die der 20-Zöller bei Amazon derzeit kostet, auch ein 22-Zöller zu haben ist, sollte bei einer Kaufentscheidung vielleicht trotzdem berücksichtigt werden.
31.01.2011
























