Einschätzung unserer Autoren
Acer Aspire easyStore H340 (1,5TB)
Bitte nicht mit Windows
Gesteuert wird das Acer Aspire easyStore H340 von einem Intel Atom N230 Prozessor mit 1,6 GHz Leistung und 2 GByte Arbeitsspeicher. Insgesamt vier Festplatteneinschübe für HotSwap (Austausch im laufenden Betrieb) sind in das elegante Gehäuse integriert. Weitere Anschlüsse befinden sich frontal als ein USB-Port und vier weitere auf der Rückseite, sowie ein eSATA-Port. Einen VGA-Ausgang sucht man vergeblich, denn die Konfiguration erfolgt ausschließlich über den Browser und die Netzwerkverbindung. Unter Windows als Betriebssystem kommt es zu häufigen Performance-Einbrüchen, da gerade beim Anlegen der Schattenkopien der Datendurchsatz nur noch kriecht – per Vorgabe erfolgt dies zweimal am Tag. Zusätzlich wird man mit unzähligen und vollkommen unsinnigen Mails bombardiert, weil das System sein eigenes Verhalten, insbesondere nach dem Einschalten oder Wiedererwachen, nicht richtig interpretieren kann. Hat man Linux installiert, wird man weder unnötig mit Mails behelligt, noch kommt es zu bemerkenswerten Verlangsamungen des Systems. In der Version easyStore H340 werkeln zwei 750 GByte Festplatten im RAID1-Verbund, was bei einem Preis von knapp 400 Euro (amazon) noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Zwei weitere Einschübe stehen zur Verfügung und die Option alle vier Platten im RAID5-Verbund zu betreiben - so hat man eine Garantie für Sicherheit plus Performance.
Das Acer Aspire easyStore H340 beherrscht die meisten Netzwerk-Protokolle und fast alle Multimedia-Codecs, was das Gerät mehr zu einem Multimedia-Server macht. So wurde das Konzept primär für den Heimgebrauch erstellt und kann auch nicht alle Ansprüche eines professionellen Storage-Systems erfüllen, was der Gesamtqualität der Linux-Versionen keinen Verlust beschert.


