Powerline (Netzwerke über Stromnetz): Bequemer gehts kaum

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Bauliche Gegebenheiten wie sehr dicke Betonwände oder die Verteilung des Netzwerks über mehrere Stockwerke können sehr hinderlich sein. Nicht immer schafft es die Funkübertragung am Ziel anzukommen und Netzwerkkabel zu verlegen ist auch nicht immer die eleganteste Lösung. Hier bietet sich die Nutzung des vorhandenen Stromnetzes an, welches unter Einsatz von Powerline-Adaptern zum so genannten PowerLAN umfunktioniert wird. Nach anfänglichen Kinderkrankheiten funktionieren inzwischen die Stromleitungsnetzwerke ohne Probleme und bieten sich bei guten Transfergeschwindigkeiten als Alternative an.

An dieser Stelle werden nur die Inhouse-Netzwerke besprochen, da die direkte Internetanbindung über den Stromanbieter nur in fünf mittleren Städten angeboten wird und folglich nur wenige Leser betrifft. Bei der herkömmlichen Internetanbindung via Telefonleitung fungiert der Router, seltener ein Rechner, als erste Verteilerstation für den internen und externen Datenstrom. In unmittelbarer Nähe platziert man den ersten Stromadapter und verbindet diesen mittels Netzwerkkabel mit dem Router/PC. Ab sofort kann man an jeder Steckdose des Stromkreises mit einem zweiten Adapter die Netzwerkverbindung herstellen und die Netzwerkdaten empfangen und versenden. Hardwareseitig empfehlen sich sowohl 85 als auch 200 Mbps Adapter – Mbps = Megabit pro Sekunde wobei 8 Bit einem Byte entsprechen; folglich 1 MByte/s sind 8Mbps. So verbraucht z.B. ein Videostram in HDTV-Qualität bis zu 28 Mbps und der durchschnittliche Internetzugang 16 Mbps – bleibt also genügend Luft für den internen Datenverkehr. Neben der Geschwindigkeit spielt die Netzwerksicherheit eine vorrangige Rolle. Vorinstallierte Passwörter sollten unbedingt geändert werden, da diese keine Sicherheit bieten und die Vergabe eigener Passwörter per Knopfdruck oder mitgelieferter Software keine Probleme darstellt. Die Datenverschlüsselung muss gerade durch die Einführung von WLAN-Powerline-Adaptern unbedingt durchgeführt werden, da sonst auch ungebetene Teilnehmer außerhalb des Stromnetzes ins Netzwerk eindringen könnten.