Ein Flügel ist eine Klavier-Art, die wegen ihrer Größe und den hohen Anschaffungskosten weniger in Privathaushalten oder Schulen aufzufinden ist und hauptsächlich in Konzertsälen und bei professionellen Musikaufnahmen zum Einsatz kommt. Aus diesem Grund ist im deutschsprachigen Raum auch häufig der Begriff „Konzertflügel“ zu hören. Im englischen Sprachgebrauch wird der Flügel „Grand Piano“ genannt. Unter anderem wegen der komplizierten und aufwändigen Bauweise haben sich bis heute nur wenige Hersteller auf dem Markt durchgesetzt. Zu den größten Herstellern zählen C. Bechstein, Steinway & Sons sowie das japanische Unternehmen Yamaha, das den traditionsreichen Hersteller Bösendorfer übernahm. Wer über den Erwerb eines Flügels nachdenkt, sollte die wichtigsten Merkmale kennen.

Merkmale und Eigenschaften
Der Konzertflügel ist eine elegante Bauform des Klaviers und zeichnet sich neben seinem
geschwungenen Design auch durch einige
unterschiedliche Eigenschaften im Vergleich zum
kleinen Klavier (Pianino) aus. So lässt sich zum Beispiel bei einem Flügel
mittels der Pedalen die Klangfarbe verändern. Bei einem kleinen Klavier ändert sich dabei lediglich die Lautstärke der angeschlagenen Töne. Im Gegensatz zu einem Pianino kann ein Flügel auch
mitten im Raum beziehungsweise in der Mitte der Bühne aufgestellt werden. Der Grund dafür liegt im Schallboden. Ein Konzertflügel verfügt über einen
waagerechten Schallboden, der den Schall zum Boden abstrahlt. Zudem kann der Klang verändert werden, indem der Deckel geöffnet oder geschlossen wird. Des Weiteren eignet sich ein Flügel besser für
erfahrene Klavierspieler, die die Saiten besonders gefühlvoll anschlagen können. Außerdem kann ein Ton auf einem Konzertflügel rasanter hintereinander angeschlagen werden.
Ambitionierte und professionelle Musiker mit ausreichend Platz und dem nötigen Kleingeld greifen also eher zu einem Flügel, als zu einem kleinen Klavier, das für einen optimalen Klang an einer Wand stehen sollte.