Weil Standard-Bürosoftware bei der Gestaltung von Druckerzeugnissen schnell an seine Grenzen stößt, testete man beim Magazin „Mac Life“ vier unterschiedliche DTP-Programme. Der Hauptunterschied der Anwendungen ist wohl der Preis, denn dieser reicht von kostenlos bis hin zu 729 Euro. Alle vier Programme wenden sich an den semiprofessionellen Anwender, der für den geschäftlichen Bereich verlässliche Druckergebnisse benötigt. Die Auswahl des richtigen Programms hängt dann von den Anforderungen und Kenntnissen ab.
Neulinge im Bereich des Desktop Publishing sind beim günstigen Swift Publisher gut aufgehoben, denn hier ist die Einarbeitungszeit gering und man kommt ohne großes Risiko zu recht ordentlichen Ergebnissen. Hier findet man alle notwendigen Tools für Satz und Typografie, um alle gängigen Arbeiten erledigen zu können. Hat man schon etwas mehr Erfahrung in der Gestaltung von Layouts, kann man auf iCalamus zurückgreifen, denn hier herrscht gestalterische Freiheit. Für rund 140 Euro (amazon) erhält man eine Anwendung, die vom einfachen Brief, über vielseitige Bücher bis hin zur Fotobuch- und Kalender-Gestaltung alles beherrscht. Wer die vollen professionellen Möglichkeiten ausschöpfen will, kann mit dem kostenlosen VivaDesigner, ehemals VivaPress, erste Schritte auf dieser Ebene machen. Möchte man mehr aus dem Programm herausholen, bietet der Hersteller eine Personal Edition um 80 Euro oder eine Commercial um 300 Euro an, die den klassischen Setzer einer Druckerei voll beschäftigen kann - Kreativ-Layouter sind hier weniger gefragt. Mit RagTime 6.5.0 wird es dann richtig teuer: 729 Euro (verbilligt für Studenten und Lehrer) für die Standard-Version einer Symbiose aus Bürosoftware und Desktop Publishing. Großer Vorteil ist bei RagTime die Kompatibilität zu Windows-Systemen, denn die Datenformate sind identisch und machen keine Probleme bei der Portierung. So werden alle Dateien, egal ob Text, Grafik oder Vektor in einem Dateityp abgelegt und können bequem im „Foyer“ im Vorschau-Modus angesehen werden.
Man sollte sich also nicht auf die üblichen Office-Anwendungen verlassen, wenn es um professionellen Druck geht. Interessant ist die stufenweise angelegte Programmvielfalt, die sich nach Preis und Anspruch richtet.
Hier können Sie auf unserer Webseite alle Testergebnisse einsehen.