Weitwinkelzooms: Zoomobjektive im Test - Blendenwerte wichtiger als Brennweite

zoomobjektive-im-testDie Redakteure der Zeitschrift ''DigitalPhoto'' vergleichen besonders lichtstarke Zoomobjektive miteinander. Die Linsen bieten zwar nur einen gemäßigten Zoomumfang, punkten dafür jedoch mit besonders vielen Blendenwerten. Der Test soll auch darauf aufmerksam machen, dass die lichtstarken Zooms nicht nur für Profis, sondern auch Amateure interessant sein können. Denn was den Linsen an Zoomumfang fehlt, das setzen sie an Kreativität und Einsatzmöglichkeiten hinzu. Der Testsieger kommt von Olympus.

Das Olympus Zuiko Digital ED 14-35mm 1:2.0 SWD zeigte im Test die besten Labor- und ''hervorragende'' Praxis-Ergebnisse. Es war zudem das lichtstärkste Objektiv in diesem Test, da es die Anfangsblende 2 über den gesamten Brennweitenbereich bietet. Und die Blende 2 ist auch als Arbeitsblende nutzbar, da die Ergebnisse mit offener Blende sehr gut ausfielen. Das Olympus-Objektiv ist für Four-Thirds-Sensoren ausgelegt. Es bietet allerdings eine höhere Auflösung als diese Sensoren verarbeiten können. In den mittleren Brennweiten war keine Verzeichnung feststellbar. Ebenfalls positiv ist, dass das Objektiv von Olympus vor Staub und Spritzwasser geschützt ist und auch das Bajonett eine Abdichtung aufweist.

Auf Platz Zwei im Test befindet sich das Canon EF 24-70mm 1:2.8L USM. Es zeigte eine sehr gute Verarbeitung. Es wurde von den Testern an einer Canon EOS 40D getestet und schnitt in allen Bereichen sehr gut ab. Die Auflösung war auch mit offener Blende hoch. Nur bei einer Brennweite von 50 Millimetern und Blende 2,8 fiel die Auflösung deutlich niedriger aus. Dafür traten in den mittleren Brennweiten überhaupt keine Verzeichnungen auf und auch die Vignettierung war ''durchweg hervorragend''.

Obwohl die eigenen Objektive der Hersteller am besten auf die Kameras und ihre Sensoren abgestimmt sind, zeigten auch die Objektive der Fremdhersteller im Test keine schlechten Ergebnisse. So belegte das Tamron SP AF 28-75mm F/2,8 XR Di LD Aspherical (IF) Macro Platz 4 (von 7). Dabei kostet es nur etwa 500 Euro und ist damit sehr viel günstiger als alle anderen Objektive im Test. Die Tamron-Linse zeigte bei Messungen im Labor ''gute bis sehr gute Werte'', so der Testredakteur. Die Auflösung war allerdings bei voll geöffneter Blende nicht ganz so hoch. Doch im Bereich des Weitwinkels konnte das Objektiv die Auflösung erreichen, die der Sensor der Testkamera aufbringt. Wenn um zwei Stufen abgeblendet wurde, löste Objektiv sehr hoch auf. Auch die Vignettierung war ''durchweg sehr gut'' und zeigte einen sehr gleichmäßigen Verlauf.

Hier finden Sie alle sieben Zoomobjektive in einer Übersicht mit den jeweiligen Testergebnissen. Sie können auch beim Probelesen den Text durch drei kleine Auszüge kennenlernen.