Der Büroalltag kann für PC-Peripheriegeräte mitunter „grausam“ sein, wie „Chip“ feststellt. Aus diesem Grund hat die Zeitschrift vier Tastaturen und zwei Mäuse einem Belastungstest der besonderen Art unterzogen und die Geräte mit Dreck überschüttet, von Zigaretten anbrennen lassen oder mit Kaffee konfrontiert – unter anderem. Das Ergebnis ist sehr erfreulich: Markentastaturen und Mäuse sind sehr widerstandsfähig und trotzen den meisten Gefahren im Büro – mit Ausnahme starker mechanischer Belastungen.
Missgeschicke passieren immer wieder, selbst bei größter Sorgfalt. Die von „Chip“ simulierten Prüfungen gingen jedoch weit über kleinere Patzer wie zum Beispiel die umgeschüttete Kaffeetasse hinaus und lassen sich daher eher der Abteilung „Attacke“ zuordnen. Der „Folter“-Parcour für die vier Tastaturen und die zwei Mäuse bestand aus folgenden Stationen: a) Falltest aus 2,50 Höhe, b) Drecktest (Überschüttung mit Asche, Staub, feuchte Erde), c) Brandmarkung durch Zigaretten, d) Cola-Test (zuckersüß und klebrig), e) Kaffeetest (Tauchbad in einem Latte macchiato), und e) „Drucktest“ mit Fäusten und in High-Heels (von Person mit 90 Kilogramm Lebendgewicht).
Am Test nahmen zwei Modelle von Man & Machine teil, die speziell für harte, grausame Umgebungen konzipiert sind: die Mighty Mouse 5 sowie die Tastatur U Cool. Ergebnis und Tipp der Redaktion: Wenn es um härtere mechanische Beanspruchungen geht, lohnt sich der höhere Preis für diese Geräte auf jeden Fall. Sie überlebten fast alle Tests unbeschadet oder zumindest funktionstüchtig. Zweites positives Testfazit: Zur Schusseligkeit neigende Menschen brauchen sich um ihre Arbeitsgeräte keine Sorgen machen. Alle Modelle überlebten den Cola- und Kaffee-Test, Brandflecken wiederum sind nur optisch unschön, beeinträchtigen jedoch nicht die Funktion, und auch Dreck und Staub machen den meisten Geräte wenig aus.
Sensibler hingegen reagieren die Normal-Geräte auf harte mechanische Belastungen. Außer dem – außer Konkurrenz laufenden, komplett in Silikon eingeschweißten „Really Cool-Keyboard“ von Man & Machine – überlebte nur die GeneralKeys-Tastatur den Fall- und den „Drucktest“. Das Logitech Media Keyboard hingegen sowie die Genius SlimStar 220 waren anschließend ebenso reif für den Schrottplatz wie die Logitech Pilot Optical Mouse.
Kurzum, ohne alle Ergebnisse der Tastaturen und Mäuse in den einzelnen Tests hier zu verraten – sie sind in der Ausgabe 10/2009 der „Chip“ sowie hier auf Testberichte.de nachzulesen: Wenn modernen Tastaturen im Büro nicht unbedingt übertriebener Härte, wie es im Fußball heißt, ausgesetzt sind, sind sie resistenter gegen die alltäglichen Bruch-, Sturz- und Flut-Gefahren als manch einer vermutlich glaubt. Vorausgesetzt, man setzt nicht gerade High Heels ein, um einen Beschwerdebriefe zu tippen.
