DVD-Recorder: Doppelsieg für Panasonic

top-test-5-dvd-recorderEin DVD-Recorder ist im Vergleich zum VHS-Recorder komfortabel in der Handhabung, liefert schärfere Bilder und bietet mehr Platz für den Programmmitschnitt. Die Zeitschrift „Audio Video Foto Bild“ hat fünf Recorder mit eingebautem DVD-Laufwerk und Festplatte getestet und begeistert sich vor allem für die beiden Kandidaten von Panasonic.

Beim Panasonic DMR-EH495 mit eingebauter, 160 Gigabyte großer Festplatte ist ein analoger Kabel-Empfänger an Bord. Die Festplatte fasst im LP-Modus bis zu 140 Stunden Film- und Fernsehmaterial, auf einen normalen DVD-Rohling passen rund vier Stunden. Die Aufnahme- und Wiedergabequalität ist „hervorragend“, selbst im LP-Modus muss man keine Störungen oder Artefakte in Kauf nehmen. Dem Preis-/Leistungssieger RH387H von LG Electronics gelang das in den niedrigeren Qualitätsstufen nicht ganz so gut. Man darf sich außerdem auf übersichtliche Menüs, auf einen tadellosen elektronischen Programmführer und bei der Fernbedienung auf ausreichend große Tasten freuen. Werbung lässt sich aus der mitgeschnittenen Sendung herausschneiden, noch bevor die Sendung von der Festplatte auf eine DVD kopiert wird. Pluspunkte gibt es für die Fähigkeit des Panasonic, Audio-CDs auf der Festplatte zu archivieren. Weniger begeistert ist man von den doch recht lauten Betriebsgeräuschen.

Das einzige Gerät mit integriertem DVB-S-Tuner kommt ebenfalls von Panasonic. Bei dem mit einer 160 Gigabyte großen Festplatte ausgestatteten DMR-EX72S spart man also einen separaten Satellitenreceiver. HDTV-Programme bringt der Recorder leider nicht auf den Fernseher. Dafür ist der Empfang von Pay-TV-Programmen möglich, wenngleich sich der CI-Schacht beim Sky-Empfang nur auf die alten Nagra-Vision-Abokarten und nicht auf neue Karten mit NDS-Video-Guard-Verschlüsselung versteht. Wie beim DMR-EH495 zeigen die Aufnahmen im LP-Modus kaum Bildfehler. Moniert wird der fehlende 5.1-Dolby-Digital-Ton beim TV-Empfang, hier muss man sich mit Stereosignalen begnügen. Heimkinoton klappt nur bei der Wiedergabe einer DVD. Auch die langen Wartezeiten beim Laden einer Disc hält man für verbesserungswürdig. Wie sein analoger Bruder speichert der Panasonic Musik-CDs unkomprimiert auf der Festplatte. Will man die Titel automatisch mit den richtigen ID3-Tags versehen, muss die Datenbank auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Das Einspielen der aus dem Netz geladenen Datenbank funktioniert per USB.

Mit hervorragende Bildqualität, komfortabler Bedienung und guter Ausstattung sichern sich die Geräte von Panasonic die Empfehlung der Redaktion. Knapper Preis-/Leistungssieger wird der nicht ganz so gut ausgestattete LG Electronics.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier, außerdem steht das komplette Heft zum kostenpflichtigen Download bereit.