Apps: Kritik an Download-Plattform Android Market

Während sich viele iPhone-Besitzer darüber beschweren, dass Apple seinen App Store viel zu strikt reguliere, wünscht sich so mancher Android-Nutzer umgekehrt, dass Google zumindest etwas genauer hinsähe. Denn nicht wenige Kritiker monieren, dass der Suchmaschinenanbieter die Zügel zu sehr schleifen lasse, wodurch sich Spam und illegale Software im Android Market wiederfänden. Auch die Entwicklergemeinde schließt sich dieser Kritik an und sieht dringenden Handlungsbedarf.

Zu den Hauptkritikern gehört auch der bekannte Hacker Jon Lech Johansen, der unter anderem den Kopierschutz der DVD und von iTunes knackte. Er warnt vor einer Überflutung des Android Market mit belanglosen und illegalen Programmen, die teils sogar Malware enthielten. Er belegt dies am Beispiel von Programmen, die illegal Musik aus dem Internet laden. Darüber hinaus benennt er einen Anbieter von nicht weniger als 145 Klingelton-Programmen, die den Android Market verstopfen. Seine Meinung nach schädigten solche Angebote seriöse Entwickler.

Zudem sei das Zulassungsverfahren von Google so lasch, dass auch gefährliche Anwendungen zum Download angeboten werden können. Die Entgegnung Googles, dass jeder Nutzer selbst bestimmen könne, auf welche Funktionen des Smartphones eine App zugreife, lässt Johansen nicht gelten. Technisch sei dies zwar richtig, tatsächlich aber verstünden nur die wenigsten Nutzer, was mit der Netzwerkkommunikation oder dem Auslesen des Telefonstatus überhaupt gemeint sei – und ob dies für eine App wirklich wichtig sei.