Vans: Traumwagen für den Alltag - 3 Kompakt-Vans im Direktvergleich

kompakt-vansKompakt-Vans sind, wie die Zeitschrift „Auto Bild“ zurecht schreibt, „flexible Alleskönner“ und daher „(T)raumwagen des Alltags“. Grund genug für die Zeitschrift, drei Exemplare aus diesem populären Fahrzeugsegment zu einem Vergleichstest zu bitten. Testsieger wurde der Renault Scénic 1.9 cDi 130 FAP Dynamique, der sich zugleich auch über die Auszeichung als „Preis-/Leistungssieger“ freuen darf. Hinter ihm reihen sich der Ford C-Max 2.0 TDCi Style+, der zumindest fahrdynamisch „eine Klasse für sich sei“, sowie der Mercedes-Benz B 200 CDI ein, bei dem sich die Testfahrer am mangelnden Komfort und Fahrspaß störten.

Welcher Kompakt-Van ist der ideale Begleiter für alle Lebenslagen? Diese Grundsatz-Frage lag dem Test von „Auto Bild“ zugrunde, werden die Vans doch gerade deshalb gekauft, damit sie die meisten Transportprobleme im Alltag, für Familie und Freizeit, lösen helfen sollen.

Nach den Testfahrten stand für „Auto Bild“ schließlich fest: Der Renault Scénic 1.9 cDi 130 FAP Dynamique ist ist der Testsieger, und zwar, wie das Schlussresümee des Testberichts betont, „mit deutlichem Vorsprung“. Er biete das luftigste Raumangebot (der Testbericht nennt ihn sogar „Reiseabteil“), außerdem zahlreiche praktischen Staufächer mit einem Gesamtvolumen von insgesamt üppigen 86 Litern, sei dazu sehr variabel und besitze mit maximal 1.870 Litern einen rekordverdächtigen Stauraum. Bei den Fahrtest überzeugte der Scénic mit einer „anständigen Federung“ und sicheren Bremsen, und auch das ESP halte den Wagen sicher in der Spur. Dazu geselle sich noch ein geschmeidiger, zum Gesamtkomfort maßgeblich beitragender 1,9-Liter-Motor, der bereits im Drehzahlkeller ordentlich Leistung biete. Kurzum: Der Scénic paart Alltagsnutzen mit Fahrspaß – und gefiel auch mit seinem Design.

Noch mehr Fahrspaß allerdings vermittle der Ford C-Max 2.0 TDCi Style+. Ford und Sport, so kalauert der Testbericht, würden eben in diesem Fall gut zusammen passen. Die Testfahrer waren von der präzisen Lenkung und dem Kurvenverhalten des C-Max beeindruckt, aber auch davon, dass der Van trotz seiner Sportlichkeit den Komfort nicht vernachlässige. Lediglich die Anfahrschwäche des Wagens missfiel den Testfahrern, wogegen sie sich mit einem Verbrauch von knapp über sechs Litern mehr als zufrieden gaben. Kritik muss sich der C-Max allerdings wegen seinen knappen Raum- und Platzangebots im Fond gefallen lassen. Besonders großgewachsene Mitreisende würden auf der Rückbank eher „kauern“ als sitzen.

Unumstrittener Testsieger hingegen wäre der Mercedes-Benz B 200 CDI geworden – wenn es allein um die Kategorien Verarbeitung, Material und Qualitätsanmutung gegangen wäre. Denn im Direktvergleich mit dem Renault und dem Ford blieb unterm Strich für ihn nur die Rote Laterne übrig. Im Vergleich zum Scénic zum Beispiel sei der B 200 eng geschnitten (A-Klasse lässt grüßen!). Die Gleichung Mercedes und Sport wiederum – die Domäne des Ford, wie gesagt – würde beim B 200 überhaupt nicht aufgehen. O-Ton „Auto Bild“: Der Van lenke „recht träge“ ein, die Lenkung sei „teigig“ und vermittle zu wenig Gefühl, die Bremsen wiederum seien „enttäuschend schwach“ und der Zweiliter „rau und brummig“ und weit entfernt von der ansonsten „Mercedes-typischen Laufkultur“. Auf der Habenseite gilt es dagegen noch den niedrigen Verbrauch (6,1 Liter), , das „großzügige“ Gepäckabteilung sowie die variable Innenraumgestaltung zu erwähnen.

Die Testergebnisse in kompakter Fazitform finden Sie hier.