Zehn Sommerreifen mussten in einem Praxistest der Zeitschrift „Sport Auto“ ihre Haftungs- und Handlingsqualitäten bei einem BMW 135i Coupé unter Beweis stellen. Nach den ausführlichen Testfahrten bildeten der Pirelli P Zero sowie der Continental Sport Contact 3 das Spitzenduo – ersterer wegen seiner hervorragenden Eigenschaften auf nasser Fahrbahn, letzterer mit einem glänzenden Ergebnis bei Trockenheit. Als „sehr empfehlenswert“ stuft die Zeitschrift auch noch den Hankook Ventus S1 Evo sowie den Michelin Pilot Sport ein.
Auf den BMW wurde von jedem Sommerreifen vorne jeweils ein 225/40 R18, hinten ein 255/35 R 18 aufgezogen. Neben den „normalen“ Sommereifen nahm auch ein spezieller Runflat-Reifen, der Bridgestone Potenza RE050 A-RFT, am Wettbewerb teil, der auch ohne Luft noch bewegt werden kann. Doch gleich im ersten Testdurchlauf auf Nässe wurde der Bridgestone dazu verurteilt, zusammen mit dem Kumho Ecsta KU 19 die rote Laterne zu tragen. In den Aquaplaning-Prüfungen noch im Mittelfeld vertreten, rutschte der Runflat-Reifen in den Bremsdiziplinen auf einen der unteren Plätze in in der Rangliste ab. Der Bridgestone ließ den BMW ganze sechs Meter hinter dem besten Reifen in dieser Disziplin erst zum Stehen kommen. Ähnlich schwach waren hier übrigens auch der Dunlop SP Sport Maxx GT, der Tyo Proxes T1-R, noch schlechter sogar der erwähnte Kumho.
Unangefochten die beste Nässe-Perfomance bot hingegen der Continental Sport Contact 3. Sowohl in den Bremstest als auch bei den Handling-Prüfungen war der Reifen nicht zu schlagen und erzielte 94 von 100 möglichen Punkten. Kurz hinter ihm reihten sich der Hankook Ventus S1 Evo sowie der Goodyear Eagle F1 Asymmetric ein. Der Continental bot den besten Grip und ein sehr ausgewogenes Fahrverhalten. Nur in puncto Lenkagilität waren der Goodyear, der Bridgestone sowie der Pirelli besser.
Noch glänzender als der Continental auf Nässe schnitt der Pirelli bei den Trockentest ab. Der Reifen erhielt 149 von 150 möglich Punkten und schrammte damit hauchdünn an einem perfekten Ergebnis vorbei. „Sport Auto“ nennt den Reifen einen „Garant für Fahrspaß“, lobt sein ausgezeichnetes Lenkverhalten sowie seine exzellente Verzögerung und zeigt sich beeindruckt von der schnellsten Rundezeit. Nur im Bremstest war der Continental besser – um genau 0,3 Meter allerdings nur. In puncto Fahrdynamik konnten es der Dunlop und der Michelin fast mit dem Pirelli aufnehmen, und auch der Hankook sowie der Goodyear legten ein sehr gutes Handling an den Tag, letztere jedoch mit einem etwas schlechteren Lenkgefühl.
Als führendes „Dreigestirn“ nach den Testfahrten auf trockener Fahrbahn kristallisierten sich dann schlussendlich der Pirelli P Zero, der Michelin Pilot Sport und der Hankook Ventus S1 Evo heraus – also genau die drei Reifen, die von „Sport Auto“ im Gesamtergebnis ein „sehr empfehlenswert“ zugesprochen bekamen. Der Pirelli erreichte in der Endabrechnung sogar genau so viel Punkte wie der Nässe-Sieger Continental Sport Contact 3. Der Reifen baute allerdings bei der „Hatz“ auf die beste Rundenzeit spürbar stärker ab als die Mitkonkurrenten. Der Bridgestone Potenza RE 050 A-RFT übrigens lag auf trockener Straße auch immer in der Spitzengruppe. Wäre seine Vorstellung auf Nässe nicht so schlecht gewesen, hätte es im Gesamtklassement zu einem besseren Platz gereicht.